"Innerlich sehr kaputt und zerbrechlich": Cheyenne Ochsenknecht bei "7 Töchter"

Carmen Schnitzer
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"Innerlich sehr kaputt und zerbrechlich": Schock-Geständnis von Cheyenne Ochsenknecht bei "7 Töchter"

Hochemotional ging es zu in der ersten Folge der VOX-Doku "Sieben Töchter", in der Promi-Sprösslinge sich über ihre Erfahrungen als "Kind von ..." austauschten. Besonders berührend: ein trauriges Geständnis von Natascha und Uwe Ochsenknechts Tochter Cheyenne ...

Hochemotional ging es zu in der ersten Folge der VOX-Doku "Sieben Töchter", in der Promi-Sprösslinge sich über ihre Erfahrungen als "Kind von ..." austauschten. Besonders berührend: ein trauriges Geständnis von Natascha und Uwe Ochsenknechts Tochter Cheyenne ...

Die Scheidung der berühmten Eltern, Drogen und sogar Selbstmordgedanken - berührend offen sprach Cheyenne Ochsenknecht in der VOX-Sendung "7 Töchter" über ihr Leben, das von Geburt an ein öffentliches war. Sie wolle zeigen, dass sie "keine oberflächliche Arschkuh" sei, begründete das Model ihre Teilname an der Doku, in deren erster Folge sie neben Zirkuskind Lilli Paul-Roncalli im Mittelpunkt stand.

In den kommenden beiden Folgen werden Caroline Bosbach, Lilith Becker, Elena Carrière und Lou Beyer folgen, die bereits jetzt mit auf der Studiocouch saßen und dort ein ums andere Mal "Gänsehaut" (Carrière, Paul-Roncalli) bekamen. Moderiert wird das Ganze von Laura Karasek, der Tochter des 2015 verstorbenen Literaturkritikers Hellmuth Karasek.

Gemeinsam ist allen sieben, dass mindestens eines ihrer Elternteile prominent ist, was zwar ein paar Privilegien zur Folge hat - etwa gute Tische in Restaurants -, aber auch ein Last sein kann. Etwa wenn vermeintliche Freundinnen über sie an ihre berühmten Brüder Jimi und Wilson herankommen wollen oder wie selbstverständlich davon ausgehen, dass man beim Ausgehen für sie bezahle, wie es Cheyenne erfahren musste: "Es kam kein Danke. Aber ich kann nicht gut alleine sein, daher habe ich das mitgemacht." Oder wenn, wie nach der Trennung ihrer Eltern Uwe und Natascha, Paparazzi das Zuhause belagern. "Es gab viele dunkle Zeiten."

"Es sind Dinge vorgefallen, die sehr schlimm für mich waren"

Dass ihr Verhältnis zu ihrem Vater lange problematisch war, deutete die 18-Jährige an, ohne ins Detail zu gehen: "Es sind Dinge vorgefallen, die sehr schlimm für mich waren." So schlimm, dass sie sogar gedacht habe: "Ey, jetzt'n Cut setzen und alles wär' vorbei. Mach's einfach. Aber ich hab' immer an meine Familie gedacht, deswegen habe ich diesen Schritt nie zu Ende getan."

Mit ihren Brüdern und ihrer Mutter versteht sich die jüngste Ochsenknecht nämlich augenscheinlich bestens. Sie wolle auch ihrem Vater nichts Böses, aber sie hoffe, nun besser verstanden zu werden: "Ich bin nicht so taff, wie ich wirke, sondern innerlich sehr kaputt und zerbrechlich." Mittlerweile haben sich Vater und Tochter wieder angenähert, sie entspanne derzeit bei ihm und seiner jetzigen Frau auf Mallorca. Auf Laura Karaseks Frage, ob sie mit dieser zurechtkäme, antwortete Cheyenne nur mit einem vielsagenden gequälten Lächeln ...

Erfrischend fröhlich dagegen war Cheyennes Bekenntnis, sie interessiere sich sehr für Drogen. Schnell klärte sie jedoch auf, dass ihr weniger um das Ausprobieren ginge als um die Frage: "Was stellt diese Droge mit dir an, warum verändert die dich so?" Suchttherapeutin sei neben Modedesignerin einer ihrer Traumberufe. "Ich würde gerne helfen. Aber wenn ich das jetzt mit 18 mache, dann nimmt mich ja niemand ernst, da muss ich noch etwas warten ..."

Faszinierende Schlangenfrau

Anders als Cheyenne scheint Lilli Paul-Roncalli schon jetzt ihre Berufung zu leben: Die 20-jährige Tochter des Zirkus-Roncalli-Direktors Bernhard Paul kann sich ein Leben ohne die Manege nicht vorstellen. Sie arbeitet als Kontorsionsakrobatin und demonstrierte ihren beeindruckten Schicksalsgenossinen, was das bedeutet: Wie ein Schlangenmensch kann sie ihre Glieder verbiegen. Schon als Kind zeigte sie für diese Kunst Begeisterung, wie ihr Vater erzählte: "Wir haben auf dem Sofa gesessen, Lilli hat sich am Boden verrenkt, die Füße über'n Hals gezogen, und wir dachten so: 'Was macht denn die?' Sie ist dann selbst zu einer russischen Artistin gegangen und hat sich alles beibringen lassen ..."

Wie Cheyenne hat auch Lilli zwei ältere Geschwister und wuchs im Rampenlicht auf, ansonsten gab es jedoch große Unterschiede in beiden Geschichten: Die Ehe von Lillis Eltern ist intakt, und das Leben in den Zirkus-Wohnwagen-Lagern gleiche, erzählte sie, einer "heilen Welt. Da passt immer einer auf uns auf." Ihr Bruder Adrian zeigte sich sicher, dass das Nesthäkchen einmal die Roncalli-Direktorin sein werde: "In zehn Jahren sehe ich Lilli als Kopf der Firma. Sie ist von uns dreien die, die am meisten taugt - was Disziplin und Durchsetzungsfähigkeit angeht."

In näherer Zukunft stehen nun aber erst einmal die weiteren beiden "7 Töchter"-Folgen an. Und angesichts der beiden starken und sympathischen jungen Frauen aus der Auftakt-Sendung darf man gespannt sein, was die anderen fünf noch zu berichten haben ...