Insa-Meinungstrend: Union und SPD verlieren an Zustimmung

Rund 61,5 Millionen Deutsche sind am Sonntag zur Bundestagswahl aufgerufen. Die Union von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) lag in letzten Umfragen deutlich vor der SPD von Herausforderer Martin Schulz. Erstmals ins Parlament einziehen dürfte die AfD

Laut einem letzten Insa-Meinungstrend vor der Bundestagswahl verlieren die Unionsparteien und die SPD an Zustimmung. Wie die "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe) berichtet, kommen CDU/CSU auf 34 Prozent, das sind zwei Prozentpunkte weniger. Die SPD verliert demnach einen Prozentpunkt und kann mit 21 Prozent rechnen. Linke (elf Prozent) und FDP (neun Prozent) halten ihre Ergebnisse vom vergangenen Wochenende.

Die AfD gewinnt laut dem Meinungsforschungsinstitut Insa zwei Punkte hinzu und kommt auf 13 Prozent, die Grünen legen einen Punkt auf acht Prozent zu.

Damit gäbe es Regierungsmehrheiten für eine große Koalition aus CDU/CSU und SPD, die zusammen auf 55 Prozent kommt, und für ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen, das zusammen 51 Prozent erreichen würde.

Für den Insa-Meinungstrend wurden am 21. und 22. September 2017 insgesamt 2.089 Wahlberechtigte befragt, jeweils 1.001 telefonisch und 1.088 online.

Zwei Tage vor der Wahl hatten die Parteien am Freitag noch einmal auf Großkundgebungen um Stimmen geworben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CSU-Chef Horst Seehofer demonstrierten bei einer gemeinsamen Veranstaltung in München Einigkeit. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz versuchte mit einer klaren Abgrenzung zu Merkel und harten Worten gegen die AfD seine Anhänger zu mobilisieren.

Die Grünen-Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir feierten am Freitag in einem früheren E-Werk in Berlin-Mitte eine Pasta-Party. Für eine sozialere Politik in Deutschland warb auch Linken-Spitzenkandidatin Sahra Wagenknecht auf dem zentralen Wahlkampfabschluss ihrer Partei am Berliner Alexanderplatz.

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