Insolventer Fahrradbauer Mifa muss Belegschaft weiter verkleinern

Beim insolventen ostdeutschen Fahrradhersteller Mifa müssen rund 100 weitere Mitarbeiter gehen

Beim insolventen ostdeutschen Fahrradhersteller Mifa müssen rund 100 weitere Mitarbeiter gehen. Ein neuer Großauftrag könne nicht produziert werden, weil Geld für die Bestellung der notwendigen Teile fehle, teilte Insolvenzverwalter Lucas Flöther am Montag mit. Der Geschäftsbetrieb könne nur aufrechterhalten werden, wenn keine Verluste aufliefen. Die Zahl der Arbeitnehmer müsse deshalb zum Monatsende von zurzeit 240 auf 131 verringert werden.

Zu Beginn des Insolvenzverfahrens hatte Mifa noch rund 520 Mitarbeiter. Anfang März wechselten bereits knapp 170 von ihnen in die Transfergesellschaft, die sie mit Qualifikationsmaßnahmen bei der Suche nach einem neuen Job unterstützen soll. Knapp 100 weitere verließen das Unternehmen ganz. Auch den nun betroffenen Mitarbeitern will Flöther demnach einen Wechsel in die Transfergesellschaft ermöglichen.

Der traditionsreiche Fahrradbauer aus Sachsen-Anhalt hatte Anfang Januar zum zweiten Mal binnen knapp zweieinhalb Jahren Insolvenz anmelden müssen. Flöther sucht bereits seit geraumer Zeit nach Investoren. Derzeit führe er "Vertragsverhandlungen mit zwei ernsthaften Interessenten", die den Geschäftsbetrieb übernehmen wollten, teilte er mit. Der Verkaufsprozess soll nach Möglichkeit noch im Frühjahr abgeschlossen werden.

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