Integration: Flüchtlinge wollen Sport treiben – und bleiben

In vielen Vereinen im Bezirk sind Geflüchtete aktiv. Doch viele von ihnen müssen wieder gehen – zum Bedauern der Clubs.

Doch Al Quartassys Zukunft in Deutschland ist ungewiss, aktuell ist er nur geduldet. Zuletzt entschied die Bundesregierung, dass Marokko ein sicheres Herkunftsland ist. Fünf Flüchtlinge, die bei der Fortuna aktiv waren, wurden bereits abgeschoben. Es ist ein Schicksal, das auch Al Quartassy jederzeit droht.

Den Deutschen Cricket näherbringen

Dass am Ende alle Unterstützung vergebens sein kann, wissen sie auch bei ACB. 2017 gründeten Flüchtlinge aus Pakistan, Bangladesch und Afghanistan die neue Cricket-Abteilung. In der Regionalliga Ost schlägt sich das Team, das ausschließlich aus Flüchtlingen besteht, beachtlich, aktuell steht es auf einem Platz im Mittelfeld. 

Das Problem: Seit der Gründung wurden bereits 13 Spieler abgeschoben. "Das sind herbe Nackenschläge, wenn Leute in ihr Heimatland zurückkehren müssen, die führende Kräfte im Team sind", sagt ACB-Präsident Reinhard Liebsch. "Das tut weh."

Einer, dem ebenfalls die Abschiebung droht, ist Khan Sajid. Dem 35-jährigen Pakistani, der vor fünf Jahren nach Deutschland kam, steht ein Gerichtsverfahren bevor. Dabei hat er mit seinem Cricketteam große Pläne: Khan würde gerne eine Jugend- und eine Frauenmannschaft gründen, auch Deutschen diesen Sport, der laut dem Portal "World Atlas" mit 2,5 Milliarden Fans der weltweit beliebteste nach Fußball ist, näherbringen. Immerhin habe er aktuell einen Job in einer Sicherheitsfirma, sagt der studierte Physiker. "Vielleicht hilft das."

Mehr Nachrichten aus dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf lesen Sie hier.

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Um zum Training zu kommen, muss er jeden Tag die Demarkationslinie überqueren, über die sich Anhänger und Gegner Assads in Aleppo bekriegen. Einmal wird er fast von einem Blindgänger getroffen. Aber Mohammad Al Alsalami will springen, so weit es geht. Aber in seiner Heimat geht das nicht. Also steigt er im Herbst 2015 in ein Schlauchboot.

Und landet irgendwann beim Athletik Club Berlin (ACB) in Hellersdorf. Die Geschichte ihres syrischen Weitspringers erzählen sie beim zweitgrößten Sportverein im Bezirk gerne. Wie er einfach beim Training auftauchte, mal eben über sieben Meter sprang und den anderen Sportlern die Kinnlade runterfiel. Wie er sich beim Fußballspielen so unglücklich verletzte, dass die Ärzte sagten er könne froh sein, wenn er jemals wieder richtig laufen könne. Und wie er dann eineinhalb Jahre später mit 7,63 Metern den mehr als 30 Jahre alten syrischen Landesrekord brach.

„Er ist ein Ausnahmetalent“, sagt ACB-Trainer Lutz Kramer über seinen 24-jährigen Schützling, von dem er nicht ausschließen will, dass er die Hürde von 7,90 Meter knacken könnte. Dann dürfte Al Alsalami oder „Mo“, wie sie ihn beim ACB rufen, für Syrien bei der Leichtathletik-WM in Katar kommenden September an den Start gehen. „Am liebsten würde ich für Deutschland antreten“, sagt er. Seine Aufenthaltserlaubnis ist aktuell allerdings nur befristet, für die Staatsbürgerschaft müsste sich sein Deutsch noch verbessern.

Integration der Sportler als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Im Verein wollen sie ihn auf seinem Weg unterstützen. Wie die 120 anderen der knapp 2000 Mitglieder, die im ACB einen Flüchtlingshintergrund haben. Die sportliche Leistung ist dabei nur ein Aspekt. „Diese Jungs sind Vorbilder für alle“, sagt Doris Nabrowsky, 1. Vorsitzende beim Verein Fortuna Marzahn, wo ebenfalls rund 30 Geflüchtete Sport treiben.

Nabrowsky war Zeugin, wie in ihrem Marzahner Kiez die erste Flüchtlingsunterkunft eröffnete und etliche Anwohner, darunter viele Radikale, gegen die Neuankömmlinge demonstrierten, sie bedrohten und beleidigten. Das war für sie der Auslöser, diese Menschen bei der Fortuna integrieren zu wollen. 

„Die Stunden im Verein sind eine wichtige Ablenkung im Verein und tragen zur Integration bei“, sagt Nabrwosky, die in ihren Reihen ebenfalls einen Ausnahmekönner hat: Mustafa al Quartassy, Mittel- und Langstreckenläufer aus Agadir. Der junge Marokkaner gewann im Herbst zwei wichtige Veranstaltungen, den Harzgebirgslauf und den Straussseelauf, wo er sogar einen Streckenrekord aufstellte. Als nächstes würde er gerne den Marathon in Angriff nehmen. Die Fortuna ist für Al Quartassy, mehr als nur ein Sportverein. "Wir unterstützen ihn auch finanziell, helfen ihm, wo wir können", sagt Nabrowsky. 

Doch Al Quartassys Zukunft in Deutschland ist ungewiss, aktuell ist er nur geduldet. Zuletzt entschied die Bundesregierung, dass Marokko ein sicheres Herkunftsland ist. Fünf Flüchtlinge, die bei der Fortuna aktiv waren, wurden bereits abgeschoben. Es ist ein Schicksal, das auch Al Quartassy jederzeit droht.

Den Deutschen Cricket näherbringen

Dass am Ende alle Unterstützung vergebens sein kann, wissen sie auch bei ACB. 2017 gründeten Flüchtlinge aus Pakistan, Bangladesch und Afghanistan die neue Cricket-Abteilung. In der Regionalliga Ost schlägt sich das Team, das ausschließlich aus Flüchtlingen besteht, beachtlich, aktuell steht es auf einem Platz im Mittelfeld. 

Das Problem: Seit der Gründung wurden bereits 13 Spieler abgeschoben. "Das sind herbe Nackenschläge, wenn Leute in ihr Heimatland zurückkehren müssen, die führende Kräfte im Team sind", sagt ACB-Präsident Reinhard Liebsch. "Das tut weh."

Einer, dem ebenfalls die Abschiebung droht, ist Khan Sajid. Dem 35-jährigen Pakistani, der vor fünf Jahren nach Deutschland kam, steht ein Gerichtsverfahren bevor. Dabei hat er mit seinem Cricketteam große Pläne: Khan würde gerne eine Jugend- und eine Frauenmannschaft gründen, auch Deutschen diesen Sport, der laut dem Portal "World Atlas" mit 2,5 Milliarden Fans der weltweit beliebteste nach Fußball ist, näherbringen. Immerhin habe er aktuell einen Job in einer Sicherheitsfirma, sagt der studierte Physiker. "Vielleicht hilft das."

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Den Deutschen Cricket näherbringen

Dass am Ende alle Unterstützung vergebens sein kann, wissen sie auch bei ACB. 2017 gründeten Flüchtlinge aus Pakistan, Bangladesch und Afghanistan die neue Cricket-Abteilung. In der Regionalliga Ost schlägt sich das Team, das ausschließlich aus Flüchtlingen besteht, beachtlich, aktuell steht es auf einem Platz im Mittelfeld. 

Das Problem: Seit der Gründung wurden bereits 13 Spieler abgeschoben. "Das sind herbe Nackenschläge, wenn Leute in ihr Heimatland zurückkehren müssen, die führende Kräfte im Team sind", sagt ACB-Präsident Reinhard Liebsch. "Das tut weh."

Einer, dem ebenfalls die Abschiebung droht, ist Khan Sajid. Dem 35-jährigen Pakistani, der vor fünf Jahren nach Deutschland kam, steht ein Gerichtsverfahren bevor. Dabei hat er mit seinem Cricketteam große Pläne: Khan würde gerne eine Jugend- und eine Frauenmannschaft gründen, auch Deutschen diesen Sport, der laut dem Portal "World Atlas" mit 2,5 Milliarden Fans der weltweit beliebteste nach Fußball ist, näherbringen. Immerhin habe er aktuell einen Job in einer Sicherheitsfirma, sagt der studierte Physiker. "Vielleicht hilft das."

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Um zum Training zu kommen, muss er jeden Tag die Demarkationslinie überqueren, über die sich Anhänger und Gegner Assads in Aleppo bekriegen. Einmal wird er fast von einem Blindgänger getroffen. Aber Mohammad Al Alsalami will springen, so weit es geht. Aber in seiner Heimat geht das nicht. Also steigt er im Herbst 2015 in ein Schlauchboot.

Und landet irgendwann beim Athletik Club Berlin (ACB) in Hellersdorf. Die Geschichte ihres syrischen Weitspringers erzählen sie beim zweitgrößten Sportverein im Bezirk gerne. Wie er einfach beim Training auftauchte, mal eben über sieben Meter sprang und den anderen Sportlern die Kinnlade runterfiel. Wie er sich beim Fußballspielen so unglücklich verletzte, dass die Ärzte sagten er könne froh sein, wenn er jemals wieder richtig laufen könne. Und wie er dann eineinhalb Jahre später mit 7,63 Metern den mehr als 30 Jahre alten syrischen Landesrekord brach.

„Er ist ein Ausnahmetalent“, sagt ACB-Trainer Lutz Kramer über seinen 24-jährigen Schützling, von dem er nicht ausschließen will, dass er die Hürde von 7,90 Meter knacken könnte. Dann dürfte Al Alsalami oder „Mo“, wie sie ihn beim ACB rufen, für Syrien bei der Leichtathletik-WM in Katar kommenden September an den Start gehen. „Am liebsten würde ich für Deutschland antreten“, sagt er. Seine Aufenthaltserlaubnis ist aktuell allerdings nur befristet, für die Staatsbürgerschaft müsste sich sein Deutsch noch verbessern.

Integration der Sportler als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Im Verein wollen sie ihn auf seinem Weg unterstützen. Wie die 120 anderen der knapp 2000 Mitglieder, die im ACB einen Flüchtlingshintergrund haben. Die sportliche Leistung ist dabei nur ein Aspekt. „Diese Jungs sind Vorbilder für alle“, sagt Doris Nabrowsky, 1. Vorsitzende beim Verein Fortuna Marzahn, wo ebenfalls rund 30 Geflüchtete Sport treiben.

Nabrowsky war Zeugin, wie in ihrem Marzahner Kiez die erste Flüchtlingsunterkunft eröffnete und etliche Anwohner, darunter viele Radikale, gegen die Neuankömmlinge demonstrierten, sie bedrohten und beleidigten. Das war für sie der Auslöser, diese Menschen bei der Fortuna integrieren zu wollen. 

„Die Stunden im Verein sind eine wichtige Ablenkung im Verein und tragen zur Integration bei“, sagt Nabrwosky, die in ihren Reihen ebenfalls einen Ausnahmekönner hat: Mustafa al Quartassy, Mittel- und Langstreckenläufer aus Agadir. Der junge Marokkaner gewann im Herbst zwei wichtige Veranstaltungen, den Harzgebirgslauf und den Straussseelauf, wo er sogar einen Streckenrekord aufstellte. Als nächstes würde er gerne den Marathon in Angriff nehmen. Die Fortuna ist für Al Quartassy, mehr als nur ein Sportverein. "Wir unterstützen ihn auch finanziell, helfen ihm, wo wir können", sagt Nabrowsky. 

Doch Al Quartassys Zukunft in Deutschland ist ungewiss, aktuell ist er nur geduldet. Zuletzt entschied die Bundesregierung, dass Marokko ein sicheres Herkunftsland ist. Fünf Flüchtlinge, die bei der Fortuna aktiv waren, wurden bereits abgeschoben. Es ist ein Schicksal, das auch Al Quartassy jederzeit droht.

Den Deutschen Cricket näherbringen

Dass am Ende alle Unterstützung vergebens sein kann, wissen sie auch bei ACB. 2017 gründeten Flüchtlinge aus Pakistan, Bangladesch und Afghanistan die neue Cricket-Abteilung. In der Regionalliga Ost schlägt sich das Team, das ausschließlich aus Flüchtlingen besteht, beachtlich, aktuell steht es auf einem Platz im Mittelfeld. 

Das Problem: Seit der Gründung wurden bereits 13 Spieler abgeschoben. "Das sind herbe Nackenschläge, wenn Leute in ihr Heimatland zurückkehren müssen, die führende Kräfte im Team sind", sagt ACB-Präsident Reinhard Liebsch. "Das tut weh."

Einer, dem ebenfalls die Abschiebung droht, ist Khan Sajid. Dem 35-jährigen Pakistani, der vor fünf Jahren nach Deutschland kam, steht ein Gerichtsverfahren bevor. Dabei hat er mit seinem Cricketteam große Pläne: Khan würde gerne eine Jugend- und eine Frauenmannschaft gründen, auch Deutschen diesen Sport, der laut dem Portal "World Atlas" mit 2,5 Milliarden Fans der weltweit beliebteste nach Fußball ist, näherbringen. Immerhin habe er aktuell einen Job in einer Sicherheitsfirma, sagt der studierte Physiker. "Vielleicht hilft das."

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„Er ist ein Ausnahmetalent“, sagt ACB-Trainer Lutz Kramer über seinen 24-jährigen Schützling, von dem er nicht ausschließen will, dass er die Hürde von 7,90 Meter knacken könnte. Dann dürfte Al Alsalami oder „Mo“, wie sie ihn beim ACB rufen, für Syrien bei der Leichtathletik-WM in Katar kommenden September an den Start gehen. „Am liebsten würde ich für Deutschland antreten“, sagt er. Seine Aufenthaltserlaubnis ist aktuell allerdings nur befristet, für die Staatsbürgerschaft müsste sich sein Deutsch noch verbessern.

Integration der Sportler als Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Im Verein wollen si...

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