Internationale Atombehörde berät über Iran

Die Atompolitik des Irans steht an diesem Donnerstag im Zentrum des vierteljährlichen Treffens der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien.

Dabei geht es vor allem um die unterirdische Uran-Anreicherung in der iranischen Atomanlage in Fordo.

Teheran hatte einen neuerlichen Verstoß gegen das Atomabkommen am Wochenende selbst verkündet.

Dem Iran droht nun mehr Gegenwind von den drei europäischen Vertragspartnern.

Experten zufolge könnte das Land rasch eine Bombe entwickeln.

Das wissenschaftliche Programm des Irans sei hervorragend, so der frühere Atomenergie-Agentur-Direktor Pierre Goldschmidt.

Das Land habe praktisch alle Aspekte der Nuklearenergie entwickelt.

Mit der Fähigkeit zur Uran-Anreicherung sei die Fähigkeit zum Bau der Bombe gegeben.

Der Iran hat sich immer mehr von den Vorgaben des Atomabkommens aus dem Jahre 2015 verabschiedet.

Für die USA ist der Deal bereits tot, die Europäer versuchen ihn zu retten.

Die Europäer seien in der schwierigen Lage, das Abkommen am Leben halten zu wollen. Aber sie könnten nicht viel machen, so Goldschmidt.

Emmanuel Macron versuche verzwiefelt, beide Seiten davon zu überzeugen, dass es in ihrem beiderseitigen Interesse sei, mindestens Verhandlungen aufzunehmen.

Beobachter sehen keine Alternative zu Verhandlungen zwischen Teheran und Washington, denn keiner wolle einen Krieg riskieren.

Mohammad-Reza Djalili vom Graduate Institute of Geneva: Eine politische Lösung sei notwendig, denn ein Atomproblem könne nicht militärisch gelöst werden.

Die USA haben den Iran mit schweren Sanktionen belegt, die dem Land wirtschaftlich zunehmend große Probleme bereiten.