Internetverbindung: Das Wlan an Krankenhäusern ist nur der erste Schritt

Die erste städtische Klinik erhält Wlan. Das ist gut, der Hunger nach digitalem Fortschritt ist aber noch nicht gestillt, meint Jens Anker.

Im Schneckenrennen um die Ausstattung Berlins mit kostenfreiem Wlan ist eine nächste Etappe erreicht. Mit dem Urban-Krankenhaus in Kreuzberg wird das erste städtische Krankenhaus damit ausgestattet und ermöglicht es den Patienten, kostenlos im Internet zu surfen. In zwei Wochen soll es so weit sein, andere städtische Krankenhäuser sollen folgen.

Das ist an sich eine gute Nachricht. Denn Berlin sieht sich gern als Vorreiter der Digitalisierung. Doch in der Praxis hinkt die Stadt dem Wunsch in der Regel noch weit hinterher. Acht Jahre hat es gedauert, bevor nach einem ersten Senatsbeschluss Wlan an bestimmten öffentlichen Orten in der Stadt zur Verfügung stand. Wie so oft scheiterte die Realisierung lange am Streit verschiedener Behörden. Von einem flächendeckenden Angebot kann auch heute noch nicht die Rede sein.

Die rot-rot-grüne Koalition hat sich die Digitalisierung der Infrastruktur in den Koalitionsvertrag geschrieben. Auf dem Weg dahin sind die ersten 160 Hotspots im Straßenland und die Ausstattung der Krankenhäuser mit Wlan daher nur erste Schritte, denen weitere und vor allem raumgreifendere folgen müssen. Die wahre Herausforderung wird es sein, schnelle und leistungsfähige Leitungen anzubieten, die die immer größer werdenden Datenmengen zuverlässig transportieren.

Von intelligenter Verkehrslenkung oder Open-Data-Angeboten, die eine Smart-City tatsächlich ausmachen, ist allerdings noch nichts zu spüren. Täglich ist das anschaulich beim manuellen Entwerten eines BVG-Fahrsc...

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