Interview: "Arbeitslose Immobilienkaufleute gibt es nicht"

Die Leiterin der Berliner Berufsschule für Immobilienkaufleute spricht von einer 100-prozentigen Übernahmechance für ihre Schüler.

Berlin.  Christine Reinhold ist Leiterin der Berufsschule für Immobilienkaufleute, die zur Akademie der Immobilienwirtschaft in Berlin (BBA) gehört. Die Berufsschule entstand 2010, damals mit zwei Klassen und 51 Auszubildenden. Die staatlich anerkannte Schule hat mittlerweile fünf Klassen pro Jahrgang. 2016 gab es dort 280 Azubis. Adrienne Kömmler sprach mit der Schulleiterin über das Berufsbild, Voraussetzungen für die Tätigkeit, Einsatzfelder und Karrierechancen.

Frau Reinhold, die Entwicklung der Schülerzahlen zeigt, dass das Interesse beim Nachwuchs groß ist. Wie sieht es für Absolventen auf dem Arbeitsmarkt aus?

Christine Reinhold: Absolventen erwartet ein großartiger Arbeitsmarkt. Die Schüler haben in den drei Jahren ihrer Ausbildung, die sie bei Unternehmen der Wohnungswirtschaft absolvieren, genug Zeit für eine berufliche Orientierung und Entscheidung. Was wird mir geboten? Will ich bleiben oder wechseln?

Bild Nr. 1:
Christine Reinhold leitet die Berufsschule für Immobilienkaufleute an der BBA. Adrienne Kömmler

Reinhold: Wer am Ende der Ausbildung steht, hat eine gute Position: Die Branche sucht händeringend Personal. Die Übernahme- oder Vermittlungschancen stehen bei 100 Prozent. Und wir bekommen monatlich bis zu zwei Anfragen, ob wir jemanden vermitteln können. Arbeitslose Immobilienkaufleute gibt es nicht.

Wo werden Immobilienkaufleute eingesetzt?

Reinhold: Zu den bekanntesten, aber nicht unbedingt häufigsten Einsatzmöglichkeiten gehört die Maklerbranche, die zwischen Angebot und Nachfrage an Immobilien vermittelt. Im Gegensatz zu Immobilienmaklern, deren Berufsbezeichnung nicht gesch...

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