Interview mit dem Ex Bayern-Trainer - Hitzfeld: "Bayern ist stärker als unter Pep"

Maximilian Koch

Ottmar Hitzfeld spricht im AZ-Interview über das Duell seiner Ex-Klubs München und Dortmund, Carlo Ancelottis große Qualität, sein Verhältnis zu Uli Hoeneß und die Verpflichtung von Mats Hummels.

AZ: Herr Hitzfeld, Bayerns Robert Lewandowski und der Dortmunder Pierre-Emerick Aubameyang treffen an diesem Samstag im Bundesliga-Topspiel (ab 18.30 Uhr im AZ-Liveticker) direkt aufeinander. Wer gefällt Ihnen eigentlich besser? Ottmar Hitzfeld: (lacht) Beide! Jeder hat seinen eigenen Stil, beide sind überragend, beide Weltklasse. Sie schießen so viele Tore und haben enorme Spielintelligenz. Jeder Gegner stellt sich besonders auf die beiden ein – und trotzdem schaffen sie es, sich der Bewachung zu entziehen. Ich glaube, Lewandowski ist noch einen Tick kompletter, weil er mehr Kopfballtore erzielt. Dafür ist Aubameyang im Antritt schneller.

Aubameyang ist zuletzt mit seinem Masken-Jubel im Derby aufgefallen, einer Werbeaktion. Nutzt er seine Sonderrolle beim BVB zu sehr aus? Es ist ein schmaler Grat, auf dem sich Aubameyang bewegt. Der Klub zeigt immer Verständnis, weil er Leistung sprechen lässt. Aber wenn Aubameyang mal keine Leistung zeigen sollte, wird so etwas zum Problem. Das kann sich zu einem Flächenbrand entwickeln. Der Klub darf sich nicht immer alles gefallen lassen.

Sehen Sie in den kommenden Jahren eher Dortmund oder RB Leipzig als Bayern-Gegner Nummer eins? Ich sehe Dortmund nach wie vor stärker, der BVB hat mehr Potenzial, aber man darf Leipzig nicht unterschätzen. Mit Red Bull als Sponsor kann man auch mal größere Transfers tätigen. Für die Spannung in der Bundesliga wäre es wünschenswert, wenn Dortmund und Leipzig die Bayern herausfordern. So wie in England, wo es an der Spitze einen großen Konkurrenzkampf gibt. Aber Bayern wird auch in den nächsten Jahren nicht einzuholen sein – weder von Dortmund noch von Leipzig.
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