Interview mit Heinz Strunk: Ein Loser sucht die Liebe

54-Jähriger über den traurigen Helden seines Romans „Jürgen“

Mit „Fleisch ist mein Gemüse“ feierte er einen Riesenerfolg, für den Frauenmörder-Roman „Der Goldene Handschuh“ wurde er 2016 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Am Freitag veröffentlicht Heinz Strunk (bürgerlich Mathias Halfpape) sein neues Werk „Jürgen“: die Geschichte zweier in jeder Beziehung erfolgloser Männer, die sich auf eine Liebesreise mit Hindernissen begeben.

Die MOPO sprach mit dem 54-Jährigen über Flirt-Ratgeber, die Beziehung zu seiner Mutter und seinen Plan, die Popcharts zu erobern.

MOPO: Aus dem Leben des Jürgen Dose haben Sie ja schon früher berichtet, seine Geschichte weist Parallelen zu Ihrem eigenen Leben auf. Ist er Ihr Alter Ego?

Heinz Strunk: Dose ist eine erfundene Figur. Vom Setting her kann sie in dem in „Fleisch ist mein Gemüse“ beschriebenen Typen verortet werden. Obwohl das auch nicht stimmt. Es wäre schlimm, wenn sie mein Alter Ego wäre.

Aber Jürgen Dose ist Ihnen schon nah, oder?

Ja, sehr nah. Er repräsentiert das, was man als die schweigende Mehrheit bezeichnet – die Mehrheit der Männer, die in jeder Beziehung erfolglos sind. Also sexuell, wirtschaftlich und sozial. Männer, die sozusagen nur aus Defiziten bestehen, komplett uncool sind und in jedem urbanen Milieu untergehen würden. Es gibt diesen Satz: „Träum nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum.“ Er ist idiotisch, falsch und geradezu zynisch, weil er nicht berücksichtigt, dass die...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo

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