Irakisches Parlament zum zweiten Mal in drei Tagen gestürmt

Tausende von Anhängern des mächtigen irakischen Geistlichen Moqtada Sadr haben drei Tage nach der Erstürmung des irakischen Parlaments erneut ihre Stärke demonstriert. Sie versammelten sich direkt an der "Grünen Zone", durchbrachen die Sperren zu Regierungsgebäuden und ausländischen Botschaften und stürmten ein weiteres Mal das Parlamentsgebäude. Mindestens 60 Menschen wurden verletzt.

Im Irak tobt seit der Parlamentswahl im vergangenen Oktober ein Machtkampf. Al-Sadrs Partei hatte dabei die meisten Sitze gewonnen, erreichte aber bei weitem keine Mehrheit zur Regierungsbildung. Der Geistliche bemühte sich dann darum, eine Mehrheitsregierung zu bilden, allerdings herrscht zehn Monate später noch immer ein Machtvakuum.

Al-Sadr gilt als "Königsmacher", letztlich wird es von ihm abhängen, wer neuer irakischer Regierungschef wird. Und auf den warten viele Herausforderungen – eine der größten dürfte sein, den Einfluss des Iran wie auch der USA zu beschneiden. Viele Iraker haben inzwischen wenig Vertrauen in die Politik, nachdem das ölreiche Land seit Jahren mit wirtschaftlichen und politischen Krisen zu kämpfen hat.

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