Iran dank neuer Raffinerie nicht mehr auf Benzin-Importe angewiesen

Hohe Stickoxidbelastung ein Problem

Der Iran kann seinen Bedarf an Benzin nach eigenen Angaben künftig vollständig aus heimischer Produktion decken. Präsident Hassan Ruhani eröffnete am Sonntag eine neue Raffinerie, in der anfangs zwölf Millionen Liter Benzin pro Tag hergestellt werden sollen. Diese Menge musste der Iran bislang importieren, um die Benzin-Nachfrage im eigenen Land zu befriedigen.

"Die Eigenständigkeit in der Benzin-Produktion ist eine große Ehre für das iranische Volk", sagte Ruhani laut iranischen Medien bei der Inbetriebnahme der Raffinerie in Bandar Abba im Süden des Landes. Die Anlage wurde von Chatam al Anbija gebaut, dem Industriekonglomerat der iranischen Revolutionsgarden.

Derzeit produziert der Iran täglich bereits 64 Millionen Liter Benzin selbst. Die Produktion in der neuen Raffinerie soll schrittweise gesteigert werden. Innerhalb eines Jahres soll eine Gesamtmenge von 36 Millionen Liter Benzin sowie 14 Millionen Liter Diesel pro Tag erreicht werden. Der Iran werde somit zum Benzin-Exporteur, erklärte der General und Leiter von Chatam al Anbija, Ebadollah Abdollahi, auf der Website des iranischen Ölministeriums.

Der Bau der neuen Raffinerie hatte bereits vor zehn Jahren begonnen, die Arbeiten verzögerten sich aber wegen der internationalen Strafmaßnahmen gegen den Iran. Die Finanz- und Handelssanktionen wurden nach dem Abschluss des Atomabkommens im Juli 2015 teilweise aufgehoben.

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