Iran feiert mit US-feindlichen Parolen Jahrestag der Islamischen Revolution

Iranerin mit angesengter US-Fahne

Mit US-feindlichen Parolen haben tausende Iraner am Dienstag den 41. Jahrestag der Islamischen Revolution gefeiert. Sie zogen mit Plakaten mit der Aufschrift "Tod für Amerika" und "Wir werden bis zum Ende Widerstand leisten" durch die Hauptstadt Teheran. Präsident Hassan Ruhani sagte bei der Kundgebung, die USA könnten den "Sieg" der Revolution von 1979 nicht "ertragen".

Seit dem Sturz des eng mit den USA verbündeten Schahs Mohammed Resa Pahlawi träumten die USA davon, "in dieses Land zurückzukehren", sagte Ruhani. Dies sei "verständlich", da der Iran "eines der mächtigsten Länder" in der Golfregion sei.

Die USA und der Iran unterhalten seit 1980 keine diplomatischen Beziehungen mehr. Die Spannungen zwischen beiden Ländern haben sich seit dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran im Jahr 2018 verschärft.

"In den vergangenen zwei Jahren hat Amerika solchen Druck auf unser geliebtes Volk aufgebaut, auf unseren gesamten Handel, all unsere Exporte und Importe, auf alle Bedürfnisse des Landes, um die Geduld der Menschen zu erschöpfen", sagte der iranische Präsident. Die Iraner zeigten jedoch "Größe".

Zuletzt hatte Anfang Januar die gezielte Tötung des iranischen Top-Generals Kassem Soleimani durch einen US-Drohnenangriff im Irak die Spannungen zwischen beiden Ländern massiv verschärft. Zwischenzeitlich gab es auch Befürchtungen, dass es zu einem Krieg zwischen den beiden Erzfeinden kommen könnte.

Im Irak begingen derweil führende Militärvertreter am Dienstag das Ende der 40-tägigen Trauerzeit nach dem tödlichen US-Angriff auf Soleimani und den irakischen Milizen-Anführer Abu Mehdi al-Muhandis. Ein Anführer der schiitischen Hasched-al-Schaabi-Miliz von al-Muhandis versicherte, dass die "Souveränität" des Irak verteidigt werde.