Iran weist US-Hilfsangebot im Kampf gegen Coronavirus zurück

Iranerin mit Schutzmaske in Teheran

Der Iran hat ein US-Hilfsangebot im Kampf gegen das Coronavirus zurückgewiesen. Diejenigen, die dem iranischen Volk durch "bösartige" Sanktionen Medikamente und Nahrung vorenthielten, "erscheinen jetzt mit einer Maske des Mitgefühls und sagen, sie wollten der iranischen Nation helfen", sagte Präsident Hassan Ruhani am Mittwoch in einer klaren Anspielung auf die USA.

US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag erklärt, er sei bereit dem Iran im Kampf gegen die Epidemie zu helfen, wenn das Land darum bitte. "Unser Volk weiß sehr gut, dass Sie lügen", sagte Ruhani dazu am Mittwoch in der wöchentlichen Kabinettssitzung.

Die USA hatten im Mai 2018 das internationale Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt und wieder Sanktionen gegen Teheran verhängt. Humanitäre Hilfsgüter wie Medikamente und medizinische Ausrüstung sind von diesen Sanktionen ausgenommen. Jedoch kann der Iran praktisch keine medizinischen Güter auf dem internationalen Markt kaufen, weil die Banken aus Furcht vor den US-Sanktionen keine Geschäfte mit Teheran absichern wollen.