Irland verschärft zu Weihnachten neue Coronavirus-Maßnahmen

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Micheal Martin bei einer Fernsehansprache

Irland hat am Dienstag neue Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ab dem 24. Dezember angekündigt. Der irische Regierungschef Micheal Martin begründete die bis zum 12. Januar geltenden Regeln in einer Fernsehansprache mit dem "außergewöhnlichen Anstieg" der Corona-Fallzahlen im Land. Er rief die Iran auf, zu Hause zu bleiben. Schulen und bestimmte Geschäfte dürfen unter den neuen Maßnahmen der höchsten Gefahrenstufe jedoch geöffnet bleiben.

Ab dem 24. Dezember müssen nach den neuen Verordnungen Restaurants, Friseursalons und Pubs schließen. Nach den Weihnachtsfeiertagen ist es den Menschen laut Martin nicht mehr gestattet, ihren eigenen Landkreis zu verlassen. Lediglich Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich danach treffen.

Martin sagte, der tägliche Anstieg der Virusverbreitung von "ungefähr zehn Prozent" sei besorgniserregend. Es gebe jedoch keine Belege dafür, dass die vor allem in Südostengland grassierende Virus-Variante bereits Irland erreicht habe.

Experten vermuten, dass diese Mutation ansteckender als bisherige Virus-Varianten sein könnte. Die irische Regierung verlängerte am Dienstag ein Landeverbot für Passagiermaschinen aus Großbritannien bis zum Ende des Jahres.

Irland hat seit Beginn der Pandemie mehr als 2100 Corona-Todesopfer registriert.

sip/bfi