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Irre Pfand-Rekorde: Flaschen für bis zu 13.000 Euro gesammelt

Pfand ist eigentlich eher alltäglich beim Einkaufen. Bei einigen entfacht das Dosen- oder Flaschenpfand eine regelrechte Sammelleidenschaft.

Pfand
Und, was ist Ihr persönlicher Pfand-Rekord? (Symbolbild: Getty)

Pfand gehört für die meisten Verbraucher zum Einkaufen einfach dazu. Bevor wir beim Discounter oder Supermarkt unsere Waren des täglichen Verbrauchs einpacken, geben wir einige leere Flaschen, Dosen oder auch mal eine Kiste voll mit Leergut ab. Das Ergebnis: Ein paar Euro. Oder vielleicht auch mal ein paar Euro mehr, die wir mit unserem Einkauf oder neuem Pfand verrechnen können.

Bei einigen führt das Flaschen-Sammeln zu einer regelrechten Sammelleidenschaft. Für andere ist das Auflesen von Pfandgut hingegen ein Teil der eigenen Existenz. Das führt unter anderem dazu, dass es kuriose Rekorde und spannende Bestmarken rund um die Rückgabe von Leergut gibt. Yahoo Finanzen zeigt einige spannende Höchstwerte auf.

Pfand: Mit 100 Säcken in den Supermarkt

Der erste Pfand-Rekord betrifft ein Pärchen aus Schleswig-Holstein. Im Rahmen eines Selbstversuchs haben zwei experimentelle Sammler herausfinden wollen, wie viel Pfand innerhalb Jahres bei ihnen anfällt. Das persönliche Ergebnis: 100 Säcke voller leerer Flaschen. Und ein Problem, das sich bei der Entsorgung aufgetan hat.

Wie "TZ" berichtet, habe das Pärchen nach dem Jahr des Selbstversuches alle 100 Säcke voll mit Pfandgut auf einmal entsorgt. Nachdem ein erster Supermarkt sie abblitzen ließ, stellte ein zweiter Markt sogar einen eigenen Mitarbeiter ab, der den eifrigen Flaschen-Sammlern beim Entsorgen half und regelmäßig die vollen Container wechselte.

Doch auch das finanzielle Ergebnis dieser kuriosen Aktion ließ sich sehen. Die 100 Pfandsäcke "verbrieften" einen Wert in Höhe von 1.358,31 Euro. Besonders interessant: Der Selbstversuch ist von den beiden Sammlern gut dokumentiert und weist auf die Probleme beim Sammeln, insbesondere beim Schaffen des nötigen Platzes für einen derartigen Selbstversuch hin.

16 Meter: Ein Bon in voller Länge

Ein weiterer Rekord betrifft hingegen die Länge des Pfandbons und nicht primär den Geldbetrag, für den er einsteht. Bereits im Jahre 2003 berichtete die "Berliner Zeitung", dass ein vermeintlicher Pfand-Jäger einen besonders langen Bon vorzuweisen hatte: Er maß 16 Meter und dokumentierte damals offenbar jede einzelne Flasche, die zurückgegeben worden ist, einzeln.

Pfandflaschen
Ein Mann stellte einen Pfandbon-Rekord auf - mit 16 Metern. (Symbolbild: REUTERS/Francis Mascarenhas)

Der Hintergrund ist jedoch gar nicht so kurios. Der vermeintliche Pfandfalschen-Sammler ist zu dem Zeitpunkt Betreiber eines Seniorenheims gewesen. Zu seinen Aufgaben zählte unter anderem das Bestellen von monatlich 800 Flaschen diverser Getränke für die Bewohner der Einrichtung.

Wie der damalige Artikel weiter ausführt, war es dem Betreiber und vermeintlichem Sammler möglich, sich mit seiner Quittung einmal komplett selbst einzuwickeln. Das führte dazu, dass der Prenzlauer einen passenden Beinamen erhielt: Die Pfand-Mumie mit dem 16-Meter-Bon.

Pfand: Interessante Tages- und Saison-Werte

Neben diesen großen beeindruckenden und zugleich rekordverdächtigen Werten rund um das Thema Pfand gibt es auch individuellere Erfolge. So berichtete das Portal "HNA" im März, dass es einem Pfand-Sammler gemäß der Plattform Reddit gelungen ist, einen persönlichen Rekordwert von 57,29 Euro aufzustellen. Der Nutzer der sozialen Plattform ist demnach ein sogenannter Flaschensammler, der offenbar kurzfristig ein solches Ergebnis erzielte.

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Solche Einblicke zeigen, dass sich das Sammeln von Pfandflaschen durchaus lohnen kann. Ein anderer Sammler liefert hingegen einen Überblick in Form eines Saison-Rekords: Rund 13.000 Euro sollen demnach innerhalb einer Saison möglich gewesen sein.

Der besagte Sammler verfolgt dabei ein einfaches Prinzip: Er treibt sich auf Festivals und anderen Events herum und liest dort das Leergut auf, das die Feiernden nicht mehr benötigen. Das Endeffekt lassen sich definitiv Ergebnis sehen: 13.000 Euro pro Festival-Saison sind gewiss kein kleiner Hinzuverdienst mehr.

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