Die Irrfahrt der Razoni: Frachter mit ukrainischem Mais immer noch nicht am Ziel

Die Ankunft des Frachters Razoni verzögert sich weiter. Das Schiff hatte als erstes nach der Wiederaufnahme von Getreidetransporten unter UN-Vermittlung am 1. August mit 26.000 Tonnen Mais den ukrainischen Schwarzmeer-Hafen Odessa verlassen.

Es hätte schon am Sonntag im libyschen Hafen Tripoli einlaufen sollen, war dann jedoch vom Kurs abgekommen. Laut der ukrainischen Botschaft im Libanon hat der Endabnehmer die Annahme der Ladung aufgrund der um 5 Monate verspäteten Lieferung verweigert.

Das Schiff ist derzeit vor der Südostküste der Türkei vor Anker und wartet auf neue Order. Ein anderes Schiff mit Mais aus der Ukraine, die Polarnet, erreichte am Montagmorgen den Zielhafen in der Türkei.

Dem Kapitän zufolge war es eine schwierige und beschwerliche Reise. "Zwei Schiffe verließen den Hafen von Tschornomorsk. Und ein weiteres, die Navi Star, fuhr vom Hafen von Odessa aus. Die drei Schiffe erhielten von der gemeinsamen Koordinierungsstelle eine vorgegebene Route mit Breiten- und Längengraden und verschiedenen Positionen.

Bis zur Ankunft in Istanbul waren es 17 Etappen von unterschiedlicher Länge. Wir haben gefährliche Gebiete durchquert, Korridore, die geräumt und entmint wurden."

Seit der Unterzeichnung des Abkommens sind insgesamt acht Schiffe in See gestochen, wie die ukrainischen Behörden am Montagmorgen mitteilten. Sie hoffen, dass in den nächsten zwei Wochen täglich drei bis fünf Schiffe auslaufen können.

Die Wiederaufnahme der ukrainischen Getreideexporte gilt als wichtig für die Stabilisierung von Lebensmittelpreisen auf dem Weltmarkt.