Islamisten-Bombe am Bonner Bahnhof: Urteil erwartet

Sprengsatz an Gleis 1: Polizisten untersuchen am 10.12.2012 am Hauptbahnhof in Bonn die Reste einer Tasche. Foto: Meike Böschemeyer

Im Terrorprozess um eine Bombe am Bonner Hauptbahnhof und ein mutmaßliches Mordkomplott von Islamisten soll heute das Urteil verkündet werden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht hat den Fall mehr als zweieinhalb Jahre verhandelt.

Die Bundesanwaltschaft hat für den Hauptangeklagten Marco G. lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld beantragt. Für die drei übrigen Angeklagten fordert sie Strafen zwischen 11 und 14 Jahren Gefängnis. Die Verteidiger haben für alle vier Angeklagten Freisprüche beantragt.

Am 10. Dezember 2012 war ein Sprengsatz an Gleis 1 des Bonner Hauptbahnhofs entdeckt worden. Weil kein Zünder an der Rohrbombe entdeckt wurde, gehen die Verteidiger lediglich von einer Attrappe aus. Im März 2013 soll ein Mordkommando auf dem Weg zu einem rechtsradikalen Politiker in Leverkusen gewesen sein, als der Wagen von der Polizei gestoppt wurde.

Bei den Ermittlungen zu dem Mordkomplott war Marco G. auch in Verdacht geraten, die Bonner Bombe als Einzeltäter gelegt zu haben.

PM Anklage

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