Größtes Krankenhaus in Gaza schlägt nach Beschuss Alarm

Israels Armee hat das Al-Shifa-Krankenhaus und andere Gesundheitseinrichtungen in Gaza bombardiert. Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" berichtet, die Angriffe hätten sich "dramatisch intensiviert". Um das Krankenhaus hatten auch etwa 50.000 Menchen Schutz gesucht.

Nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörden sind bereits 39 Frühchen wegen der mangelnden Stromversorgung gestorben.

Kein Strom, kein Wasser

Fabrizio Carboni, Regionalleiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz für den Nahen und Mittleren Osten, erklärt, dass die Situation im Al-Shifa-Krankenhaus "so nicht weitergehen kann".

"Tausende Verletzte, Vertriebene und medizinisches Personal sind in Gefahr. Sie müssen laut den Kriegsgesetzen geschützt werden", schrieb er auf X und nannte die Informationen aus dem größten Krankenhaus des Gazastreifens, in dem es weder Lebensmittel noch Wasser oder Strom gibt, "erschütternd".

Marwan Jilani, der Generaldirektor der Palästinensischen Rothalbmondgesellschaft (PRCS) erklärt: "Ich war darauf vorbereitet, über die kritische Knappheit von Treibstoff, Lebensmitteln und Wasser zu informieren. Aber ehrlich gesagt ist unsere größte Sorge jetzt die unmittelbare Bedrohung für das Leben all der Verletzten und Kranken."

"Das Gesundheitssystem in Gaza liegt am Boden"

Der WHO-Generaldirektor sagte, das Gesundheitssystem in Gaza liege am Boden.

Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte sich extrem beunruhigt über Berichte über Luftangriffe in der Nähe des Al-Shifa-Krankenhauses in Gaza. "Viele Mitarbeitende des Gesundheitswesens, mit denen wir in Kontakt standen, waren gezwungen, das Krankenhaus zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Andere berichten, dass sie sich aufgrund der großen Unsicherheit nicht bewegen können. Viele der Tausenden von Menschen, die im Krankenhaus Zuflucht gefunden haben, sind aufgrund von Sicherheitsrisiken gezwungen, das Krankenhaus zu verlassen, während viele noch immer dort sind."

Seit dem 7. Oktober hat die WHO über 250 Angriffe auf die Gesundheitsversorgung im Gazastreifen und im Westjordanland nachgewiesen.

Da Israel den Gazastreifen komplett abgeriegelt hat, bekommen die 2,3 Millionen Menschen kaum noch Hilfsgüter. Es fehlt auch an medizinischem Material, um die vielen Verletzten zu versorgen.