Israel fliegt nach Angriffen aus dem Gazastreifen neue Luftangriffe

Israelischer Luftangriff im Gazastreifen am 27. November

Auch zwei Wochen nach der Tötung eines ranghohen Dschihad-Kommandeurs im Gazastreifen durch Israel bleibt die Lage äußerst gespannt. Nachdem aus dem Palästinensergebiet zwei Raketen abgefeuert wurden, griff die israelische Luftwaffe am Mittwochmorgen mutmaßliche Stellungen radikalislamischer Palästinenser an. Dabei seien eine Waffenfabrik und unterirdische Tunnel getroffen worden, teilte die Armee mit.

Den israelischen Militärangaben zufolge waren am Dienstagabend zwei Raketen vom Gazastreifen aus Richtung Israel abgefeuert worden. Beim Gegenangriff der israelischen Luftwaffe wurden nach Angaben aus Palästinenserkreisen mindestens zwei Stellungen der radikalislamischen Hamas sowie eine Stellung der Palästinensermiliz Islamischer Dschihad getroffen.

Die israelische Armee hatte am 12. November bei einem gezielten Luftangriff den ranghohen Dschihad-Kommandeur Baha Abu Al-Ata im Gazastreifen getötet. Der Islamische Dschihad und die im Gazastreifen regierende Hamas-Miliz kündigten daraufhin Vergeltung an, es kam zu einer Eskalation der Gewalt zwischen beiden Seiten, bei der innerhalb von nur zwei Tagen mehr als 30 Menschen im Gazastreifen getötet wurden. Inzwischen gilt eigentlich eine von Ägypten und der UNO vermittelte Waffenruhe, die aber äußerst brüchig ist.