Israeli wegen Spionage für den Iran angeklagt

Ein Mann ist in Israel wegen des Vorwurfs der Spionage für den Erzfeind Iran angeklagt worden. Der Israeli habe "Kontakte zu Mitgliedern des iranischen Geheimdienstes" unterhalten, teilte der israelische Geheimdienst Schin Bet am Dienstag mit. Diese hätten ihn beauftragt, arabische Israelis zu rekrutieren, um dem Iran bei der Planung von "Terroranschlägen" in Israel zu helfen.

Außerdem soll der Mann, dessen Identität unter Verschluss blieb, gebeten worden sein, Informationen über "strategische Standorte" in Israel zu liefern, erklärte Schin Bet. Dem Geheimdienst zufolge hatte der am 16. März festgenommene Angeklagte auch Kontakte zu Chaled Jamani, einem Mitglied der Volksfront zur Befreiung Palästinas im Libanon (PFLP), einer Organisation, die von der Europäischen Union, den USA und Israel als terroristisch eingestuft wird.

Im Besitz des Angeklagten seien Verschlüsselungsgeräte und eine Festplatte gefunden worden, die er vor seiner Festnahme habe zerstören wollen. Die Verschlüsselungsgeräte hat er den Ermittlungen zufolge von iranischen Agenten bekommen, die ihm auch Geld gaben.

"Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen die Tiefe der Verbindungen zwischen dem Iran und der PFLP und ihre Bemühungen, Spionage und terroristische Aktivitäten in Israel durchzuführen", hieß es in der Erklärung von Schin Bet.