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Israels Verteidigungsminister: Geiselbefreiung im Gazastreifen ist "Wendepunkt"

Israels Verteidigungsminister Joav Gallant hat die Befreiung von zwei Geiseln aus dem Gazastreifen in einer dramatischen Rettungsaktion als "Wendepunkt" im Krieg gegen die islamistische Hamas bezeichnet. (Alberto PIZZOLI)
Israels Verteidigungsminister Joav Gallant hat die Befreiung von zwei Geiseln aus dem Gazastreifen in einer dramatischen Rettungsaktion als "Wendepunkt" im Krieg gegen die islamistische Hamas bezeichnet. (Alberto PIZZOLI)

Israels Verteidigungsminister Joav Gallant hat die Befreiung von zwei Geiseln aus dem Gazastreifen in einer dramatischen Rettungsaktion als "Wendepunkt" im Krieg gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas bezeichnet. "Die Hamas ist verwundbar und versteht, dass wir jeden Ort erreichen können", sagte Gallant in einem am Montag von seinem Büro veröffentlichten Video. "Der Tag, an dem es weitere Einsätze geben wird, ist nicht mehr weit."

Dennoch müssten die "meisten" Geiseln, die noch im Gazastreifen festgehalten werden, "auf dem Wege einer Vereinbarung" und nicht durch Militäreinsätze nach Hause gebracht werden.

Die israelische Armee hatte in der Nacht zu Montag zwei männliche Geiseln aus der Stadt Rafah im Süden des Gazastreifens befreit - mehr als vier Monate, nachdem sie entführt worden waren. Verteidigungsminister Gallant traf sich am Montag mit Spezialkräften, die an der Befreiungsaktion beteiligt waren.

Bei dem beispiellosen Überfall der von der EU und der USA als Terrororganisation eingestuften Hamas auf Israel am 7. Oktober waren israelischen Angaben zufolge rund 1160 Menschen getötet und etwa 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt worden. Rund 130 davon sollen immer noch im Gazastreifen festgehalten werden. Israel geht davon aus, dass 29 von ihnen tot sind.

Israel hat als Reaktion auf den Angriff der Hamas deren Vernichtung angekündigt. Bei dem massiven Militäreinsatz im Gazastreifen sind nach Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, mehr als 28.300 Menschen getötet worden.

mhe/se