Ist das die unsinnigste Plastikverpackung des Jahres?

BIld: Deutsche Umwelthilfe

Für unsinnige Plastikverpackungen gibt es viele Beispiele - eines davon hat die deutsche Umwelthilfe nun mit dem Negativpreis goldenen Geier ausgezeichnet: Das Wasser "Vittel" von Nestlé.

Mittlerweile entdecken immer mehr Firmen das Thema Umwelt- und Klimaschutz für sich. Dennoch sind unsere Supermärkte immer noch voll von Beispielen abstruser Plastikverschwendung: Eines davon hat die Deutsche Umwelthilfe nun zur unsinnigsten Einweg-Plastikverpackung des Jahres 2019 gekürt. Der unrühmliche Preis geht an das Wasser “Vittel” von Nestlé:


“Ökologischer Wahnsinn”
Die Einwegflaschen bestehen zu 65 Prozent aus Rohöl. “Wenig Wasser in viel Verpackung, der 8er Pack nochmal mit Schrumpffolie umwickelt und dazu lange Transportwege von Frankreich nach Deutschland. Das ist ökologischer Wahnsinn”, sagte die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz bei der persönlichen Preisübergabe in Frankfurt am Main. “Deshalb hat Nestlé den Goldenen Geier für die unsinnigste Plastikverpackung des Jahres auch verdient.“

BIld: Deutsche Umwelthilfe

Die aus Frankreich importierten und mehrfach in Einweg-Kunststoff verpackten Mineralwasserflaschen sind laut Umwelthilfe umweltschädigend, weil sie für jeden Abfüllprozess energie- und ressourcenintensiv neu hergestellt werden müssen.

BIld: Deutsche Umwelthilfe

Und warum muss eigentlich Wasser aus Frankreich über weite Strecken nach Deutschland transportiert werden, obwohl es hierzulande mehr als einhundert Quellen und Mineralbrunnen gibt?

Geht´s noch? Die schrägen Blüten des Verpackungswahns

Das fragten sich wahrscheinlich auch einige der mehr als 20.000 Verbraucher, die bei der Wahl für den „Goldenen Geier“ abgestimmt haben. Zuvor hatte die Umwelthilfe dazu aufgerufen, die ihrer Meinung nach sinnloseste Plastikverpackung zu nominieren - sechs Vorschläge standen in der finalen Runde zur Wahl.