Italien: Nach der "Sintflut" geht die Suche nach Vermissten weiter

Italien: Nach der "Sintflut" geht die Suche nach Vermissten weiter

Die Zahl der Opfer der heftigen Regenfälle in Italien ist auf 11 gestiegen. Zwei weitere werden noch vermisst. Die Menschen wurden in der Region Marken an der Adria-Küste von heftigen Regenfällen und Sturzfluten völlig überrascht. Augenzeugen berichten von apokalyptischen Zuständen.

Allein in der Kleinstadt Pianelle di Ostra sind drei Menschen ums Leben gekommen. Eine Frau, die ihren Sohn und ihren Sohn verloren hat, sagt zum eine TV-Reporter, für sie sei jetzt alles vorbei. Sie wisse nicht, wie sie ohne ihren Sohn und ihren Mann leben soll.

Draghi: "Wir tun unser Bestes"

Indes Laufen die Suchaktionen weiter. Die Aufräumarbeiten werden durch die schlechten Wetterverhältnisse erschwert. Der scheidende Ministerpräsident Mario Draghi hatte das betroffene Gebiet besucht und gesagt: „Das ist eine Katastrophe. Wir tun unser Bestes.“ Die Regierung hatte für die Gegend den Notstand erklärt und Soforthilfen in Höhe von fünf Millionen Euro bereitgestellt.

Aufgrund von extremem Platzregen waren in den Gebieten nahe der Adriaküste Flüsse über die Ufer getreten, Wasser- und Schlammmassen hatten sich teils meterhoch durch die Dörfer geschoben.

Nach Dürre: Sturzfluten

Nach Monaten der Dürre und Trockenheit waren in rund drei Stunden mehr als 420 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Laut Behörden so viel Regen wie in der Gegend normalerweise in einem halben Jahr niedergeht.