Ivanka Trump wird offizielle Assistentin ihres Vaters

Ivanka Trump, Tochter von US-Präsident Donald Trump ist fast so etwas wie eine zweite First Lady: Immer an der Seite des Präsidenten, immer dabei, wenn hoher Staatsbesuch im Weißen Haus empfangen wird. Sogar ein eigenes Büro im Westflügel hat sie. Dort kümmert sie sich um soziale Themen wie Frauenpolitik und Gesundheit – wenn sie nicht gerade neben Angela Merkel oder anderen wichtigen Persönlichkeiten sitzt.

Das rief Kritik hervor: Ethikexperten sprachen von möglichen Interessenkonflikten und davon, dass diese informelle Regierungsarbeit ihr erlaube, offizielle Transparenzregeln zu umgehen. Denn die 35-Jährige tat das alles ohne eine offizielle Funktion. Das soll sich jetzt ändern: Ivanka Trump wird offiziell zur “Assistentin des Präsidenten” ernannt.

Geld bekommt die Modedesignerin auf ihrem neuen Posten nicht. Dennoch wird sie die Kritiker wohl nicht zufriedenstellen. Außerdem ist noch ihr Mann, Jared Kushner, für die Regierung tätig. Als (offizieller) Berater von Donald Trump managt er den Nahost-Konflikt und steht mit fremden Regierungen in Kontakt.

A great discussion with two world leaders about the importance of women having a seat at the table!  pic.twitter.com/AtiSiOoho0— Ivanka Trump (@IvankaTrump) 13. Februar 2017

Der Vorwurf, Trump lasse seinen Familienclan mitregieren und manchmal sogar für Fotoshootings auf dem Präsidentensessel Platz nehmen, bleibt also wahrscheinlich bestehen.

Wie nonchalant Donald Trump die Verschneidung zwischen Familienleben und Politik handhabt, hat die Welt gesehen, als er auf Twitter die Kaufhauskette Nordstrom angriff. Grund war, dass diese wegen offenbar rückläufiger Verkaufszahlen Ivanka Trumps modische Kreationen aus dem Programm genommen hatte.

My daughter Ivanka has been treated so unfairly by Nordstrom. She is a great person — always pushing me to do the right thing! Terrible!— Donald J. Trump (realDonaldTrump) 8. Februar 2017

Trump schickte den Tweet zwar nicht vom offiziellen Twitteraccount des Präsidenten, sondern von seinem privaten Zugang. Dennoch zog er die Wut vieler Internetnutzer auf sich, die sein mangelndes Feingefühl für die Bedeutung seines Amtes beklagten.

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