IW: Ausbildungen im Tiefbau und bei der Dachdeckerei immer beliebter

Auf viele offene Lehrstellen kommen wenige Bewerberinnen und Bewerber - doch abseits dieses Trends gibt es auch Berufe, die Jahr für Jahr immer beliebter werden. Wie eine am Sonntag vorgestellte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ergab, entschieden sich 2021 etwa rund 23 Prozent mehr Jugendliche für eine Ausbildung im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik als 2016 - Corona habe diesen Trend "nicht stoppen" können.

Im Bereich Immobilienvermarktung und -verwaltung gab es ein Plus von 13 Prozent, beliebter werden außerdem Jobs zum Beispiel in den Bereichen Bauelektrik (plus 18,2 Prozent), Tiefbau (plus 42,1 Prozent), Dachdeckerei (plus 35,7 Prozent) und Vermessungstechnik (plus 24,6 Prozent).

All diese Berufe hätten wegen des Fachkräftemangels eine "hohe Jobsicherheit" und seien "krisensicher", wie das IW zur Begründung erklärte. Auch die Bezahlung spiele eine Rolle - wer einen dieser Berufe ergreife, gehöre in der Regel zur "besserverdienenden Hälfte der beruflich Qualifizierten". Um weitere Menschen für Ausbildungsberufe zu gewinnen, seien auch Umschulungen und die Weiterqualifizierung von Arbeitslosen notwendig, forderte das IW.

Insgesamt hält aber der Trend an, dass es für die Betriebe immer schwieriger wird, geeignete Auszubildende zu finden. Im vergangenen Jahr betrug der Anteil der Firmen, die nicht für alle offene Stellen einen Azubi fanden, 42 Prozent, wie kürzlich eine DIHK-Umfrage ergab.

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