Jörg Pilawa über seine Privat-Insel: "Ich empfehle es jedem, das mal zu machen"

·Lesedauer: 3 Min.
Bei "Kurzstrecke mit Pierre M. Krause" sprach Jörg Pilawa offen über sein Desinteresse am Fernsehen und über seine Privatinsel in Kanada. (Bild: YouTube / SWR)
Bei "Kurzstrecke mit Pierre M. Krause" sprach Jörg Pilawa offen über sein Desinteresse am Fernsehen und über seine Privatinsel in Kanada. (Bild: YouTube / SWR)

In Kanada besitzt Jörg Pilawa seine eigene Insel. Was nach purem Luxus klingt, sei in Wahrheit "das Gegenteil von Romantik", wie der ARD-Showmoderator jetzt in einer SWR-Show Gastgeber Pierre M. Krause verriet. Erfahrungen in der archaischen Einsamkeit des Eilands zu machen, sei aber sehr zu empfehlen.

George Clooney hat eine, Leonardo DiCaprio hat eine - Johnny Depp und Steven Spielberg ebenfalls. Als Besitzer einer eigenen Insel ist Jörg Pilawa in illustrer Gesellschaft. "Das klingt immer so ..., ne?", wiegelte der Show-Moderator im SWR-YouTube-Format "Kurzstrecke mit Pierre M. Krause" Luxus-Assoziationen ab.

Er wolle das Ganze "mal richtig rücken", entgegnete Pilawa: "So eine Insel in Kanada kostet weniger als eine Ein-Zimmer-Wohnung im Schwarzwald." Land hätten die Kanadier schließlich genug, und die meisten Menschen würden ein derart schroffes Eiland auch gar nicht haben wollen. "Eine Insel klingt romantisch", erklärte der ARD-Star im Gespräch mit Gastgeber Pierre M. Krause, "ist aber oftmals das Gegenteil davon".

Schließlich gebe es auf dem Fleckchen Erde keinen Strom außer dem, der über Solarzellen erzeugt werde, und auch kein fließendes Wasser. Er wasche sich bei seinen Aufenthalten mit gesammeltem Regenwasser. Pilawa: "Das ist ein ganz spartanisches Leben, das muss man mögen."

"Eine Insel klingt romantisch", erklärte Jörg Pilawa (rechts) im Gespräch mit Pierre M. Krause, "ist aber oftmals das Gegenteil davon". (Bild: YouTube / SWR)
"Eine Insel klingt romantisch", erklärte Jörg Pilawa (rechts) im Gespräch mit Pierre M. Krause, "ist aber oftmals das Gegenteil davon". (Bild: YouTube / SWR)

"Die ersten zwei Tage ist es körperlicher Entzug"

Er selbst liebe es, in der Einsamkeit Holz zu hacken, erklärte der Quizshow-Spezialist der ARD. Vor allem aber genieße er es, dass seine vier Kinder - neun, 17, 20 und 23 Jahre alt - mal längere Zeit ohne Internet auskommen müssen. "Wir sind immer vier bis fünf Wochen am Stück dort", berichtete der "Silvestershow"-Gastgeber. "Die ersten zwei Tage ist es körperlicher Entzug. Man geht über die Insel und hofft: 'Vielleicht hab ich ja doch noch irgendwo Empfang.' Aber hat man nicht. Nach zwei, drei Tagen ist das Handy nicht mehr interessant."

Nach der Rückkehr würden die Kinder daheim das Handy wieder anschalten, eine Flut von Nachrichten abrufen und sich wundern: "Ist nichts passiert!" Pilawa: "Dass sie das mal erleben, ist glaub ich ganz wichtig."

Ein Aufenthalt in solch einer archaischen Umgebung ohne die Selbstverständlichkeiten der modernen Zivilisation hält Pilawa ganz allgemein für ratsam. Man lerne dabei viel über sich selbst: "Ich empfehle es jedem, das mal zu machen. Du kannst es nur aushalten, wenn du es mit dir selbst aushältst. Ich habe Leute zu Besuch gehabt, die mussten nach zwei Tagen weg, weil es für sie nicht zu ertragen war."

Jörg Pilawa (links) verblüffte Pierre M. Krause mit einem Bekenntnis: "Ich habe noch nicht eine Folge 'Wetten, dass ..?" geguckt." (Bild: YouTube / SWR)
Jörg Pilawa (links) verblüffte Pierre M. Krause mit einem Bekenntnis: "Ich habe noch nicht eine Folge 'Wetten, dass ..?" geguckt." (Bild: YouTube / SWR)

Jörg Pilawa: "Ich habe noch nicht eine Folge 'Wetten, dass ..?' geguckt"

Bei so viel Begeisterung fürs Einsiedlertum überrascht es auch nicht, dass Pilawa gegenüber Gastgeber Krause bekannte: "Ich hätte nie gedacht, dass ich in diesem Job lande. Ich bin überhaupt kein Mensch, der fernsieht." In den 30 Jahren, in denen er nun Quizshows moderiere, habe er noch nie eine Frage beantworten können, die mit Film und Kino zu tun hatte. "Ich kenne nichts." Deshalb könne er sich auch über seine Moderationskollegen kein Urteil erlauben. Er schaue ihre Sendungen schlicht nicht an. "Kein Mist: Ich habe noch nicht eine Folge 'Wetten, dass ..?" geguckt."

Ein bemerkenswertes Bekenntnis, zumal Jörg Pilawa nach dem "Wetten, dass ..?"-Abschied von Thomas Gottschalk zeitweilig als Wunschnachfolger der ZDF-Verantwortlichen galt. Pilawa sagte ab. Statt seiner übernahm Markus Lanz 2012 die Samstagabendshow, die nur zwei Jahre später nach einem Quotenniedergang eingestellt wurde.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.