Jackie Chan "will Mitglied der Kommunistischen Partei werden"

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Anfang Juli sang Jackie Chan der Kommunistischen Partei Chinas noch ein Ständchen, nun will der Schauspieler offenbar selbst Mitglied werden. (Bild: Getty Images / 2021 VCG )
Anfang Juli sang Jackie Chan der Kommunistischen Partei Chinas noch ein Ständchen, nun will der Schauspieler offenbar selbst Mitglied werden. (Bild: Getty Images / 2021 VCG )

Als gebürtiger Hongkong-Chinese bekundet Hollywoodstar Jackie Chan nicht etwa Sympathien für die dortige Demokratie-Bewegung, sondern für das System der Volksrepublik China. Laut chinesischen Quellen will er nun sogar in die Kommunistische Partei eintreten.

Geboren in der Sonderverwaltungszone Hongkong, bevorzugt Jackie Chan offenbar das System der Volksrepublik China. Schließlich macht der Actionstar aus seiner wachsenden Sympathie für die aktuellen chinesischen Machthaber keinen Hehl. Vor sechs Jahren berief ihn die Kommunistische Partei (KP) sogar in einen Ableger des Nationalen Volkskongresses, nun folgt offenbar der nächste Schritt: "Ich will Mitglied der Kommunistischen Partei werden", habe der 67-Jährige Berichten laut der chinesischen Staatszeitung "Global Times" erklärt. Der Schauspieler und Regisseur war auf einem Symposium in Peking zu Gast, eingeladen wurden nur ausgewählte chinesische Filmschaffende.

"Ich sehe die Größe der Kommunistischen Partei, die nicht in hundert Jahren, sondern in nur wenigen Jahrzehnten liefert, was sie verspricht", wird Chan weiter zitiert. Aufgrund dessen politischer Statements entfremdet sich die Demokratiebewegung in Hongkong seit Jahren zunehmend vom Hollywoodstar. Anfang Juli gab Jackie Chan gar eine Gesangseinlage bei einer Veranstaltung zum 100-jährigen Bestehen der KP. "Wir glauben nicht, dass man ihn noch als Vorbild betrachten sollte", äußerte sich die Aktivistin Glacier Kwong ablehnend gegenüber "Bild".

Chan 2009: "Ich bin mir nicht sicher, ob es gut ist, frei zu sein"

Zwar näherte sich der Actionstar in den vergangenen Jahren zunehmend der KP an, doch der gebürtige Hongkong-Chinese ließ bereits zuvor mit politischen Äußerungen aufhorchen. Bereits 2004 nannte Chan die demokratischen Präsidentschaftswahlen in Taiwan einen "Riesenwitz". Fünf Jahre später ließ er verlauten: "Ich bin mir nicht sicher, ob es gut ist, frei zu sein" - bezogen auf die westliche Lebensrealität.

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