Jäger tötet Riesenkrokodil und bekommt Ärger auf Social Media

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Die Großwildjagd ist zurecht hoch umstritten. Dieser Jäger behauptet aber, er habe ein berüchtigtes menschenfressendes Krokodil erlegt und damit viele Menschen gerettet.

Ein Anblick, bei dem man das Wasser vielleicht lieber schnell verlassen sollte.
Ein Anblick, bei dem man das Wasser vielleicht lieber schnell verlassen sollte. (Getty)

Viereinhalb Meter lang war das Krokodil, dass Garrett Wales im Savé -Tal in Simbabwe erlegte. Der US-Amerikaner war auf einer Jagdreise in dem ostafrikanischen Land unterwegs. Bei dem zehntägigen Trip besuchte er auch ein Dorf an einem See im Südosten von Simbabwe. Das Savé Valley Conservatory gehört zu den größten Wildtierarealen in privatem Besitz.

Legende vom menschenfressenden Krokodil

Der Jäger aus Texas hörte von den Bewohner*innen des Dorfes die Legende von einem riesigen Krokodil im See. Allerdings gab es für dessen Existenz keinerlei handfeste Beweise. In einem Facebook-Post, denn Wales mittlerweile gelöscht hat, beschreibt er die Suche nach dem Krokodil. "Dieser Teich ist voller Pflanzen. Es gab die Legende, dass dort ein Krokodil leben würde aber niemand, den wir trafen, hatte es je gesehen." Wales entschloss sich, dem Reptil nachzuspüren.

Wie er in dem Fachmagazin "Field and Streams" berichtete, hätte er zunächst vergeblich einen Köder ausgelegt, bis er schließlich die Augen des Krokodils an der Wasseroberfläche entdeckte. Fünf Tage lang jagte er ihm hinterher, bis es schließlich zu einer überraschenden Begegnung am Ufer kam.

"Es lag dort auf der Sandbank, etwas fünf, sechs Meter vor uns," erinnert sich Wales. Mit einem .33er Nosler Gewehr erlegte er das riesige Reptil. Neun Menschen mussten helfen, um es auf den Truck zu hieven. Das Tier soll etwa 450 Kilogramm gewogen haben. Auf dem Instagram-Account von fieldandstream wurde das Foto des erjagten Krokodils geteilt.

"Ich habe schon mein ganzes Leben lang gejagt, aber so etwas habe ich noch nie erlebt" verriet Wales dem Magazin. "Es war so verrückt, wie es in der Jagdwelt wird". Die Dorfbewohner*innen hätten ihn für die Jagd gefeiert, erzählte der US-Amerikaner. Allerdings bekam er für seine Jagd im Nachhinein auch den Ärger der User*innen zu spüren, nachdem er Fotos von dem getöteten Krokodil auf Instagram und Facebook veröffentlicht hatte. In den Kommentaren wurde er als "furchtbare Person" beschimpft und andere stellten die Frage, warum man das Krokodil nicht habe fangen und an einen anderen Ort transportieren können. Der texanische Jäger hat seine Profile wegen der zahlreichen Kritik mittlerweile offline genommen.

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