Jaguar E-Type als straßentaugliches, 400 PS starkes Restomod-Auto

de.info@motor1.com (Stefan Leichsenring)
1966 Jaguar E-Type 4.2 FHC Series 1 WM Sport RHD

Kleine britische Firma Woodham Mortimer nimmt Aufträge entgegen

Eine kleine britische Firma hat nun eine Restomod-Version des Jaguar E-Type mit 400 PS vorgestellt. Und das Auto soll kein Einzelstück bleiben, Bestellungen werden angenommen. Das Fahrzeug kombiniert moderne Technik mit dem Stil der 60er-Jahre-Legende. Laut Hersteller bringt es zwei Personen und ihr Gepäck "mühelos" von London nach St. Tropez.

Der Wagen wurde von Woodham Mortimer gebaut, einer auf Jaguar-Fahrzeuge spezialisierten Firma für Restaurierung und Rennfahrzeuge. Der WM Sport GT (so der offizielle Name des Fahrzeugs) verfügt über verbesserte mechanische Teile sowie eine optimierte Innenausstattung. Zur Sicherheitsausrüstung gehören auch Sicherheitsgurte mit Aufrollmechanismus.

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Obwohl der modifizierte E-Type auf den ersten Blick sehr originalgetreu wirkt, gibt es bei näherer Betrachtung doch einige Unterschiede. Zum einen hat Woodham Mortimer die Karosserie leicht verbreitert. Außerdem kamen Chromteile hinzu.

Jaguar-Fans wird das Fehlen von over-riders an den Stoßfängern auffallen. Auch der Innenraum hat eine Überarbeitung bekommen. Die eigens angefertigten Sitze wurden mit Leder und Alcantara bezogen. Außerdem gibt es ein klobiges neues Lenkrad und neue Pedale sowie ein lederbezogenes Ablagefach am Boden.

Aber die größten Veränderungen liegen unter der Blechhaut. Der originale Sechszylinder wurde durch einen "rennerprobten" 4,7-Liter-Motor ersetzt, der rund 400 PS leistet. Dieser schickt seine Kraft über eine von Woodham Mortimers entwickelte Fünfgang-Schaltung und ein Powerloc-Sperrdifferenzial an die Hinterräder, die mit Avon-Reifen bestückt sind.

Ergänzt wird das Ganze durch belüftete Scheibenbremsen mit Sechskolbensätteln vorne und Vierkolbensätteln hinten. Darüber hinaus gibt es stärkere Federn und Stabilisatoren sowie einstellbare Dämpfer.

1966 Jaguar E-Type 4.2 FHC Series 1 WM Sport RHD

All diese Modifikationen gibt es natürlich nicht umsonst. Je nach Version kostet der WM Sport GT laut Woodham Mortimer zwischen 330.000 und 350.000 Pfund, also etwa 370.000 bis 390.000 Euro. Eine Menge Geld. Aber laut Firmenchef Peter Haynes ist das Ergebnis des ganzen Aufwandes und der Arbeitsstunden, die in die Entwicklung investiert wurden, der ultimative GT-Klassiker.

"Die neue Ära der WM-Sport-Fahrzeuge ist eine aufregende Entwicklung für das Unternehmen", sagt er. "Wir haben Tausende von Arbeitsstunden investiert, um den ultimativen klassischen GT zu erschaffen. Wir glauben, dass dies der beste Performance-Klassiker des modernen Automobilbaus ist, den es auf dem Markt gibt, und dass seine Leistung und seine Liebe zum Detail auch die anspruchsvollsten Fans zufrieden stellen wird."