Jahrelange Odyssee: Meaza A. hat Eritrea schon vor Jahren verlassen

Aline Prigge

Meaza A. kam im Januar 2016 in Deutschland an.

Mit wachsamen Augen beobachtet Meaza A. ihre kleine Tochter. Die Vierjährige ist ein aufgewecktes Mädchen. Vergnügt spielt sie mit anderen Kindern, fragt den Umstehenden Löcher in den Bauch oder schaut sich neugierig um.

Ihre Mutter ist zurückhaltender. Mit leiser Stimme unterhält sie sich mit anderen Menschen oder antwortet geduldig auf die Fragen ihrer Tochter. Die zwei sind auf dem Sommerfest der gemeinnützigen Organisation Hamburger mit Herz.

Die Tochter spricht schon akzentfrei deutsch

Der Verein ist Anlaufstelle für viele Flüchtlinge. Die Organisation bietet ihnen kostenlose Sprachkurse, Partnerprogramme und Hilfe bei Behördengängen und Alltagsfragen

Vor knapp zwei Jahren kam A. mit ihrer Tochter nach Deutschland. Jetzt leben sie in Hamburg. Die Mutter lernt Deutsch, ihre Tochter spricht die Sprache schon – akzentfrei. 

  • Eritrea im Jahr 2016: Offiziell hat das Land eine demokratische Verfassung, wird jedoch als Einparteienstaat regiert. Die Vereinten Nationen berichten immer wieder über systematische und schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte.
  • Deutschland im Jahr 2016: Nach dem großen Zustrom von Flüchtlingen im Jahr 2015 versucht Deutschland, den Herausforderungen gerecht zu werden.

Ihr Weg nach Deutschland war für die Frau Ende 20 nicht leicht. Mit 18 Jahren floh sie aus Eritrea, vor Überwachung, Gewalt, dem Militär. Zuerst, so wie viele ihrer Mitbürger, in den Sudan. Doch für die orthodoxe Christin war das Leben in dem muslimischen Land ähnlich gefährlich. Nach vier Jahren zog A. weiter nach Kenia.

Bis sie nach Deutschland kam, dauerte es noch weitere vier Jahre, über die die ruhige Frau im Interview mit der HufPost nicht spricht.

... Weiterlesen auf HuffPost