Jane Birkin hat selbst Sexismus beim Film erlebt

Jane Birkin

Die Schauspielerin und Sängerin Jane Birkin hat selbst Sexismus in der Filmbranche erlebt, ist aber nach eigenen Worten von den ganz schlimmen Erfahrungen verschont geblieben. "Natürlich gab es ein paar Regisseure, die dich wegen Wochenenden in Rom gefragt haben, und dann bist du nicht hingegangen und hast auch die Rolle nicht bekommen", sagte Birkin der Nachrichtenagentur AFP in New York.

"Das war Teil des Spiels", sagte die frühere Frau des französischen Chansonniers Serge Gainsbourg. "Aber keiner hat mich so angebaggert, dass ich es übel genommen hätte", sagte Birkin.

Angesichts der aktuellen Sexismusdebatte, die mit den Belästigungs- und Vergewaltigungsvorwürfen gegen den früheren Hollywood-Filmproduzenten Harvey Weinstein ins Rollen kam, hofft Birkin auf einen Geisteswandel: "Vermutlich geht es in romanischen Ländern wie Frankreich etwas langsamer, wo es in gewisser Weise normal für die Leute ist, einem hinterher zu pfeifen und zu flirten. Ich meine nicht Belästigung, sondern ein allgemein sexueller geprägtes Verhalten."

Sie hoffe nicht, dass es so weit wie in den USA komme, wo sich kein Mann mehr zu einer Frau in den Aufzug wage aus Angst vor einem Prozess, sagte Birkin.

In den vergangenen Wochen hatten sich mehr als hundert Frauen gemeldet, die Weinstein im Verlauf der vergangenen drei Jahrzehnte belästigt haben soll. Die Anschuldigungen reichen von sexueller Aufdringlichkeit bis hin zu Vergewaltigung. Vor seinem tiefen Fall galt Weinstein als einer der einflussreichsten Hollywood-Produzenten. Auch gegen andere Prominente und Politiker wurden ähnliche Vorwürfe laut.

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