Japan und Australien einigen sich auf stärkere militärische Zusammenarbeit

·Lesedauer: 1 Min.
Japan und Australien einigen sich auf stärkere militärische Zusammenarbeit (AFP/Behrouz MEHRI)

Japan und Australien haben ein Abkommen zur verstärkten militärischen Kooperation unterzeichnet. Der australische Premierminister Scott Morrison bezeichnete die Einigung in einer Mitteilung am Donnerstag als "Meilenstein". Sie ermögliche eine verbesserte Zusammenarbeit der Streitkräfte beider Länder angesichts "gemeinsamer strategischer Sicherheitsherausforderungen" und werde zur Stabilität im Indopazifik-Raum beitragen. Experten werten das Abkommen als Reaktion auf das militärisch stärkere Auftreten Chinas in der Region.

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums hatte am Mittwoch mit Blick auf die anstehende Unterzeichnung gesagt, der Pazifische Ozean sei "groß genug für die gemeinsame Entwicklung der Länder in der Region". "Wir hoffen, dass der Pazifik ein Ozean des Friedens sein wird und nicht ein Ort, an dem Wellen geschlagen werden", fügte er hinzu.

Nach Einschätzung des Experten Ali Wyne von der Eurasia Group könnte das Abkommen den beiden Ländern gemeinsame Militärübungen mit den USA in Japan ermöglichen. China werde dies wahrscheinlich als weiteren Versuch demokratischer Industrienationen werten, seinen Aufstieg zu behindern.

China weitet seine militärische und wirtschaftliche Einflusssphäre in der Region immer weiter aus. Japan und Australien gehören genau wie die USA und Indien der sogenannten Quad-Gruppe an, die ein Gegengewicht zum Machtanspruch Chinas im Infopazifik-Raum erzeugen soll.

Im September hatten die USA, Großbritannien und Australien mit Blick auf das militärisch aufstrebende China zudem ein neues indopazifisches Bündnis namens Aukus gegründet. Wesentlicher Bestandteil von Aukus ist die Lieferung von Atom-U-Booten an Australien.

noe/bfi

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.