Japan bringt neuen Spionagesatelliten ins All

Angesichts der Bedrohung durch das nordkoreanische Atomprogramm hat Japan einen neuen Spionagesatelliten ins All gebracht

Angesichts der Bedrohung durch das nordkoreanische Atomprogramm hat Japan einen neuen Spionagesatelliten ins All gebracht. Eine Rakete vom Typ H-2A startete am Freitag im Südwesten des Landes mit dem Satelliten Radar 5, der nun einen seit 2011 um die Erde kreisenden Spionagesatelliten ersetzen soll.

Japan hatte 2003 damit begonnen, Spionagesatelliten ins All zu bringen, nachdem Nordkorea eine ballistische Mittelstreckenrakete in Japans Richtung abgefeuert hatte. Seitdem trieb Pjöngjang sein Atomprogramm weiter voran. Im vergangenen Jahr unternahm das isolierte kommunistische Land erneut zwei Atombombentests und eine Reihe von Raketentests. Am Montag vergangener Woche feuerte Nordkorea vier Raketen ins Japanische Meer ab.

Japan verfügt über drei optische Satelliten für die Überwachung am Tag und drei Radar-Satelliten für die Überwachung bei Nacht. Die Satelliten dienen der "Sammlung von Informationen", wie die Spionage offiziell umschrieben wird. Sie können aber auch dazu genutzt werden, die Folgen von Naturkatastrophen einzuschätzen.

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