Japanische Prinzessin will heiraten und in die USA ziehen

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Prinzessin Mako und ihr Verlobter Kei Komuro (AFP/Shizuo Kambayashi)

Nach jahrelangen Kontroversen will die japanische Prinzessin Mako endlich ihren bürgerlichen Verlobten heiraten - und verzichtet dafür auf die traditionellen Hochzeitsrituale für Angehörige des kaiserlichen Hofes. Nach dem Ja-Wort wolle das Paar in die USA ziehen, berichteten mehrere japanische Medien. Außerdem werde die Nichte von Kaiser Naruhito die Auszahlung ablehnen, welche für gewöhnlich weiblichen Angehörigen der kaiserlichen Familie zukommt, die Bürgerliche heiraten.

Die Regeln der kaiserlichen Thronfolge sehen in Japan vor, dass die 29-jährige Mako ihren Titel nach der Hochzeit mit dem gleichaltrigen Kei Komuro verliert. Eine Zuwendung von 150 Millionen Yen (mehr als 1,1 Millionen Euro) lehnte das Paar ab.

2018 hatte das Paar bereits seine Hochzeit verschoben. Hintergrund war, dass Komuros Mutter in einen Finanzstreit mit einem früheren Verlobten verwickelt gewesen sein soll. In Japan unterliegt die kaiserliche Familie einer strengen Etikette; die Vorwürfe hatten in dem Land für einen Skandal gesorgt.

Kronprinz Fumihito, der jüngere Bruder des regierenden Kaisers Naruhito, hatte jedoch im vergangenen Jahr seine Unterstützung für die Hochzeit seiner Tochter deutlich gemacht. Seine Tochter müsse jedoch das "Verständnis" der Öffentlichkeit gewinnen. Ohnehin hat Mako keinen Anspruch auf den kaiserlichen Thron. Dieser ist männlichen Nachkommen vorbehalten.

aeh/mkü

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