Japanische Unternehmen erfinden "Nickerchen-Box" für aufrechtes Schlafen

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Immer mehr Unternehmen gönnen ihren Mitarbeitern einen erholsamen, die Produktivität steigernden Mittagsschlaf. In Japan können gestresste Angestellte das bald in einer so genannten "Nickerchen-Box" tun. Das Besondere an dem Produkt: Man schläft darin aufrecht stehend.

Erholung ist wichtig. (Symbolbild: Getty)
Erholung ist wichtig. (Symbolbild: Getty)

Das tun wir Menschen seit je her und überall auf der Welt: schlafen. Und auch daran hat sich bis heute nichts geändert: Wir schlafen für gewöhnlich horizontal und gerne in einem bequemen Bett. Diese Gewohnheit wollen zwei japanische Unternehmen auf den Kopf – nein, besser gesagt: auf die Beine stellen. Das Produkt, das sie erfunden haben: eine Art Kiste, in der man aufrecht schlafen soll.

Allerdings wird wohl nicht jeder in den Genuss des Schlafens nach dem Vorbild eines Flamingos kommen. Die "Nickerchen-Box", wie der Wirtschaftssender "Bloomberg" das Produkt des Möbelherstellers Itoki und des Holzunternehmens Koyoju Gohanbezeichnet, ist für gestresste Angestellte gedacht. Wer es im Büro nötig hat, soll sich also für ein Nickerchen in eine Kiste zurückziehen.

Schlafen in "Nickerchen-Box" soll bequem sein

Mit der Schlafbox wollen die beiden Unternehmen einen Beitrag leisten zur Lösung des Problems, dass nämlich ein großer Teil der japanischen Gesellschaft von Arbeitsstress und Überstunden geplagt ist. Viele Angestellte würden sich deshalb "für eine Weile im Badezimmer einschließen", sagt laut "Bloomberg" Saeko Kawashima, PR-Chefin bei Itoki. Das sei jedoch nicht gesund. Besser, man schlafe an einem "bequemeren Ort".

Wie bitte? Schlafen in einer aufrecht stehenden und dazu noch schmalen Kiste soll bequem sein? Dank des besonderen Designs angeblich ja. Die "Nickerchen-Box" sei so konstruiert, schreibt "Bloomberg", dass Kopf, Knie und Rücken durch entsprechende Vorrichtungen gestützt seien. Dadurch würde die schlafende Person nicht umfallen.

Na dann, was kann da noch schiefgehen? Vielleicht das: Die Nachfrage könnte – trotz der genannten Vorteile – ausbleiben. Aber da scheinen Itoki und Koyoju Gohan zuversichtlich. Viele Japaner neigten dazu, "ununterbrochen" zu arbeiten, sagt Kawashima. Die Nickerchen-Box könnten Unternehmen als "flexiblen Ansatz" betrachten, ihren Mitarbeitern Schlafpausen zu gönnen.

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