Japans Regierungschef kündigt Klimaneutralität bis 2050 an

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Yoshihide Suga im Parlament in Tokio
Yoshihide Suga im Parlament in Tokio

Japan soll nach Angaben des neuen Regierungschefs Yoshihide Suga binnen 30 Jahren klimaneutral werden. "Wir werden den Gesamtanteil von Treibhausgasen bis 2050 netto auf Null bringen, also CO2-neutral sein", sagte Suga am Montag in seiner ersten Rede vor dem Parlament seit seinem Amtsantritt. Ziel sei es, eine "dekarbonisierte Gesellschaft" zu schaffen.

Suga legte einen konkreten Zeitplan vor, der Japan hin zur CO2-Neutralität führen soll. "Der Schlüssel ist Innovation", betonte Suga mit Blick auf moderne Energietechnologien wie Sonnenbatterien. Bisher hängt die Energieversorgung in Japan noch stark von der Kohle ab.

Suga bekannte sich in der Rede gleichermaßen zu erneuerbaren Energien und zur Atomenergie. Sicherheit habe dabei die Priorität, betonte er mit Blick auf die Nuklearkatastrophe von Fukushima im Jahr 2011. 

Klimaschützer hatten zuletzt den Druck auf die Regierung in Tokio erhöht, in der Klimapolitik ambitionierter aufzutreten. Im Jahr 2018 war die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) der sechstgrößte Treibhausgas-Emittent. Japan gehört zu den Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaabkommens.

isd