Jason Statham auf den Spuren von James Bond? Das sind die Kino-Highlights der Woche

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Fortune, Orson Fortune: Jason Statham spielt in der Actionkomödie "Operation Fortune" einen Agenten, der es zumindest im Nahmampf locker mit James Bond aufnehmen könnte. (Bild: Leonine)
Fortune, Orson Fortune: Jason Statham spielt in der Actionkomödie "Operation Fortune" einen Agenten, der es zumindest im Nahmampf locker mit James Bond aufnehmen könnte. (Bild: Leonine)

"Der Wolf und der Löwe", "Die Gangster Gang" und Jason Statham in "Operation Fortune", einer derben Agenten-Satire von Guy Ritchie: Das sind die Kino-Neustarts am 17. März.

Ein schneidiger Agent mit Lizenz zum Töten, ein stinkreicher Bösewicht, schöne Frauen, schöne Autos, Explosionen. Ein ernsthafter neuer Konkurrent für James Bond? Nein, eine 007-Alternative hatte wohl kaum jemand im Sinn, als "Operation Fortune" entstand. Wohl eher: einen neuen "Austin Powers", diesmal aber wirklich cool, oder ein neues "Spy - Susan Cooper Undercover", nur eben etwas männlicher. Guy Ritchie ist der kreative Kopf hinter "Operation Fortune", und neben Jason Statham konnte er unter anderem auch Hugh Grant für seine Actionkomödie gewinnen.

Neben "Operation Fortune" warten auch noch zwei weitere Neustarts auf das Kino-Publikum, in beiden Fällen wird es tierisch: "Der Wolf und der Löwe" erzählt von einer Frau, die zwei sehr verschiedene Räuber aufzieht, und in der DreamWorks-Produktion "Die Gangster Gang" schwanken pelzige Kriminelle zwischen einem Leben ohne Verbrechen und dem nächsten großen Coup.

Der Böse in diesem Film: Hugh Grant spielt in "Operation Fortune" einen reichen Waffenhändler, der den internationalen Frieden bedroht. (Bild: Leonine)
Der Böse in diesem Film: Hugh Grant spielt in "Operation Fortune" einen reichen Waffenhändler, der den internationalen Frieden bedroht. (Bild: Leonine)

Operation Fortune

Gestatten: Fortune, Orson Fortune. Das hat nicht ganz den Klang von "James Bond", aber ansonsten ist auch dieser Fortune ein echter Vorzeige-Kinoagent. Seine Anzüge sitzen perfekt, er mag schnelle Autos, ist sicher im Umgang mit allen möglichen Waffen, und weil er von Jason Statham gespielt wird, macht er auch im Nahkampf jeden Gegner platt. Er ist der Gute. Der Böse, das ist der narzisstisch-schnöselige Milliardär Greg Simmonds, gespielt von Hugh Grant.

Simmonds hat für sehr viel Geld etwas sehr Gefährliches gekauft (irgendwas mit Waffen), das man ihm unbedingt wieder abnehmen muss. MI6-Agent Orson Fortune ist der perfekte Mann für diesen Job, Sarah Fidel (Aubrey Plaza) unterstützt ihn als weiblicher Sidekick. Alleine und einfach so kommen die beiden aber nicht an Simmonds heran, also denken sie sich eine List aus: Sie wollen den Schurken ködern. Nicht etwa mit Geld oder Diamanten, sondern mit Danny Francesco (Josh Hartnett) - einem berühmten Hollywood-Schauspieler und Simmonds Nummer-eins-Lieblings-Filmstar, den Fortune mit einem Sex-Tape erpresst und so zum Mitmachen zwingt.

Die Jagd nach Simmonds führt Fortune und sein Team auf eine bildgewaltige Reise, gedreht wurde unter anderem in Antalya, Farnborough und Katar. Und am Ende, natürlich, geht es vor den vielen spektakulären Kulissen auch darum, die Welt zu retten. Bond würde das anders anstellen als Fortune, etwas eleganter und mit weniger schmierigen Tricks. Aber der etwas derbe Satire-Ansatz von "Operation Fortune" wird für viele Zuschauer vielleicht umso reizvoller sein. Dass er versteht, wie man Gangster-Geschichten, gesalzene Dialoge und handfeste Action in spaßigem Hollywood-Kino zusammenführt, hat Guy Ritchie ("Snatch", "Sherlock Holmes") ja auch schon oft genug bewiesen.

"So süß!": Wer Tierbabys mag, wird von "Der Wolf und der Löwe" ganz entzückt sein. (Bild: Emmanuel Guionet/Studiocanal)
"So süß!": Wer Tierbabys mag, wird von "Der Wolf und der Löwe" ganz entzückt sein. (Bild: Emmanuel Guionet/Studiocanal)

Der Wolf und der Löwe

Für "Mia und der weiße Löwe" (2019) drehte Gilles de Maistre über drei Jahre mit einem jungen Mädchen und einem Löwen, das Ergebnis war einer der populärsten Familienfilme der letzten Jahre und vor allem eine beeindruckende Tierfilm-Arbeit. In seinem neuen Werk setzt der Franzose noch einen drauf, neben einem Löwen ist diesmal auch ein Wolf dabei. In "Der Wolf und der Löwe" entwickeln die beiden eine unwahrscheinliche tierische Freundschaft.

Die Geschichte, die Tier- und Naturfilm-Spezialist Gilles de Maistre dazu erzählt, geht so: Die junge Alma (Molly Kunz) arbeitet in Los Angeles an ihrer Karriere als Profi-Pianistin. Als ihr Großvater stirbt, reist sie auf dessen entlegene kleine Insel weit oben in Kanada. Eine Wölfin bringt ihr plötzlich ein Junges ins Haus, und weil in der Nähe ungefähr zeitgleich ein Flugzeug mit Wildtier-Fracht abstürzt, nimmt Alma kurz darauf auch noch ein Löwen-Baby bei sich auf.

Ein kleiner Wolf und ein kleiner Löwe, die miteinander aufwachsen, herumtollen, die Welt erkunden: Kinogänger dürfen sich hier auf viele niedliche und beeindruckende Bilder freuen, die mit Unterstützung des erfahrenen Tiertrainers Andrew Simpson ("The Revenant", "John Wick") entstanden. Aber irgendwann ist auch klar, dass Alma nicht ewig mit den beiden Tieren schmusen kann, die schnell zu Spitzenpredatoren heranwachsen. Die Behörden, der rechtmäßige Besitzer des Löwen, ein Zirkus - man wird einiges daran setzen, Alma ihre beiden pelzigen Freunde wieder wegzunehmen.

Eben noch wollte Alma (Molly Kunz) Profi-Pianistin werden, jetzt sitzt sie mit einem jungen Löwen und einem jungen Wolf in einer Hütte in Kanada. (Bild: Emmanuel Guionet/Studiocanal)
Eben noch wollte Alma (Molly Kunz) Profi-Pianistin werden, jetzt sitzt sie mit einem jungen Löwen und einem jungen Wolf in einer Hütte in Kanada. (Bild: Emmanuel Guionet/Studiocanal)

Die Gangster Gang

Sie räumen die größten Tresore aus, liefern sich aufregende Verfolgungsjagden mit der Polizei und kommen irgendwie immer davon. Die Dinge laufen gut für Mr. Wolf, Mr. Snake, Ms. Tarantula, Mr. Piranha und Mr. Shark, besser bekannt als: "Die Gangster Gang". Bis sie eines Tages dann doch geschnappt werden. Und jetzt? Die Gangster lassen sich auf einen Deal ein: Strafminderung für gutes Benehmen.

Wolf, Schlange, Hai, Spinne und Piranha verpflichten sich zu einem neuen, anständigen Leben, ganz ohne Verbrechen oder irgendjemanden aufzufressen. Aber kann das wirklich funktionieren? Kaum wieder auf freiem Fuß, plant die berüchtigte Gangster Gang schon ihren nächsten großen Coup. Nur bei Mr. Wolf (synchronisiert von Sebastian Bezzel), dem Anführer der Bande, setzt langsam ein echtes Umdenken ein. "Habt ihr euch mal gefragt, wie es wäre, wenn die Welt keine Angst vor uns hätte?"

"Die Gangster Gang" basiert auf einer Bestseller-Reihe von Aaron Blabey, hauptverantwortlich für die DreamWorks-Verfilmung ist Pierre Perifel. Der französische 3D-Animator wirkte bereits bei Kino-Erfolgen wie "Shrek" und "Kung Fu Panda" mit, bei "Die Gangster Gang" führte er nun erstmals selbst Regie. Ein rasantes Abenteuer, das die Kleinen gut unterhalten wird - und ihnen vielleicht sogar ein paar wertvolle Denkanstöße mit auf den Weg gibt.

So sieht sie aus, die berüchtigste und gefährlichste Verbrecherbande überhaupt (von links): Mr. Snake, Mr. Wolf, Ms. Tarantula, Mr. Piranha und Mr. Shark sind "Die Gangster Gang". (Bild: 2022 DreamWorks Animation)
So sieht sie aus, die berüchtigste und gefährlichste Verbrecherbande überhaupt (von links): Mr. Snake, Mr. Wolf, Ms. Tarantula, Mr. Piranha und Mr. Shark sind "Die Gangster Gang". (Bild: 2022 DreamWorks Animation)