Boateng schießt gegen Jens Lehmann

Jerome Boateng ist neuerdings Wortführer beim DFB-Team. So springt er für Mario Götze gegen Jens Lehmann in die Bresche, spricht über den HSV und Pfiffe in Hamburg.

Nach der heftigen Kritik von TV-Experte Jens Lehmann an Mario Götze hat sich Jerome Boateng die ehemalige deutsche Nummer eins zur Brust genommen. Zudem äußert sich Boateng zur angeblichen Krise beim FC Bayern München. 

Jens Lehmann hatte Mario Götze nach dem 3:0-Sieg der DFB-Elf im ersten WM-Qualifikationsspiel in Norwegen (3:0) rasiert. "Mario gibt einem immer das Gefühl, dass er nichts macht", sagte Lehmann in seiner Funktion als Experte des TV-Senders "RTL" über die Leistung des Dortmunders. 

Die Kritik kam in DFB-Kreisen gar nicht gut an. Jerome Boateng feuert vor den beiden Quali-Spielen gegen Tschechien (Samstag) und Nordirland (Dienstag) zurück. 

Boateng: "Lehmann hat nicht immer überragend gespielt"

"Man sollte mit Kritik an einzelnen Spielern immer verantwortungsvoll umgehen. Gerade, wenn man früher selbst Spieler war. Da weiß man am besten, wie es ist. Es war kein schlechtes Spiel von Mario. Ich glaube nicht, dass Herr Lehmann immer überragend gespielt oder nie einen Fehler gemacht hat. Kritik gehört dazu, aber wie gesagt, man sollte sachlich bleiben“, sagte Boateng der "Bild"-Zeitung.

Man müsse schon genauer hinsehen, welche Aufgaben die Spieler zu erledigen hätte, so Boateng. "Mario investiert sehr viel in Laufwege, bietet sich immer wieder an", so Boateng. 

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Boateng: Es gibt keine Krise bei Bayern

Im Verein lief es zuletzt nicht besonders gut für den Innenverteidiger. 0:1 gegen Atletico Madrid, 1:1 gegen den 1. FC Köln. Schon wird dem FC Bayern München eine kleine Krise angedichtet. Boateng kann damit nichts anfangen. 

"Es passiert bei jeder Mannschaft, dass man mal Spiele nicht gewinnt. Auch bei Real, Barcelona oder ManCity. Klar wissen wir, dass wir uns noch steigern können, aber die Saison ist noch jung. Wir haben einen neuen Trainer, eine neue Spielphilosophie. Das geht eben auch nicht von heute auf morgen, das muss sich einspielen.“