Deshalb war Jill Biden nach der TV-Debatte stinksauer auf Kamala Harris

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Im Wahlkampf zur US-Präsidentschaft zeigten sich Joe Biden und Kamal Harris als Team, das so eng beieinanderstand, dass nicht einmal ein Blatt Papier dazwischen passen würde. Doch während des Vorwahlkampfes sah es noch ganz anders aus.

Im August 2020 verstanden sich Kamal Harris (l.) und Jill Biden (r.) sehr gut, dass war im Vorwahlkampf nicht immer so. (Bild: Reuters)
Im August 2020 verstanden sich Kamala Harris und Jill Biden sehr gut. Das war im Vorwahlkampf nicht immer so (Bild: Reuters)

Am 3. November 2020 wurden Joe Biden als Präsident und Kamala Harris als Vize-Präsidentin ins Weiße Haus gewählt. Vor der Wahl präsentierten sich die beiden Demokraten als Team, doch während der parteiinternen Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur kämpften sie noch mit harten Bandagen gegeneinander.

Vor allem eine Debatte im Juni 2019 blieb Jill Biden im Gedächtnis und ließ die heutige First Lady damals an die Decke gehen.

Harris attackiert Biden bei TV-Debatte

Bei der zweiten TV-Debatte der Demokraten ging es um das Thema Rassismus in der amerikanischen Gesellschaft. Dabei holte Kamala Harris, Tochter eines Jamaikaners und einer Inderin, zum verbalen Tiefschlag gegen ihren damaligen Konkurrenten aus.

 "Vizepräsident Biden, ich glaube nicht, dass Sie ein Rassist sind", beginnt Harris. Anschließend erklärte sie, wie bedrückend und verwirrend sie es fand, dass sich Biden, ein paar Tage vor der Debatte, für seine frühere Zusammenarbeit mit Anhängern der Rassentrennung im Kongress gelobt hätte.

Anschließend warf sie ihm vor, als Senator in den 1970er Jahren die damalige Praxis des "Busing" abgelehnt zu haben. Beim "Busing" wurden die Kinder zu Schulen anderer Bezirke gefahren, um damit die Integration vor allem schwarzer Schüler zu ermöglichen und die Trennung zwischen Schwarzen und Weißen aufzuheben. 

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"Diese Entscheidung habe ein kleines Mädchen in Kalifornien sehr verletzt und dieses kleine Mädchen war ich", fuhr Harris fort.

Joe Biden war sichtlich verblüfft und wütend über die Vorwürfe seiner damaligen Kontrahentin. Noch während der Debatte soll er sich angeblich in einer Werbepause auf der Bühne zu Pete Buttigieg, einem weiteren Kandidaten (und jetzigem US-Verkehrsminister) gewandt und sich über Harris' Angriff mit "Well, that was some f***ing bulls***" (übersetzt: "Okay, das war jetzt ziemlich großer Mist") geäußert haben.

Aber nicht nur Joe Biden stieß diese Attacke von Kamala Harris bitter auf, sondern auch seiner Frau Jill.

"Go f*** yourself"

Einige Tage später soll sich die heutige First Lady während eines Telefonats mit Unterstützern ziemlich heftig über Harris geäußert haben. "Bei dem, worum er sich kümmert, wofür er kämpft, wofür er sich einsetzt, stellt sie sich hin und nennt ihn ohne Grundlage einen Rassisten? Go f*** yourself (übersetzt: Sie möge sich selbst f*****)", soll sich Jill Biden nach Aussage mehrerer Personen echauffiert haben.

Der Bericht über die angeblichen Kommentare von Jill Biden stammt aus dem Buch "Battle for the Soul: Inside the Democrats' Campaigns to Defeat Trump", welches vom Journalisten Edward-Isaac Dovere verfasst wurde.

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Laut Dovere soll es Jill Biden deswegen so sauer gemacht haben, da die Attacke von Harris kam, die sich zuvor selbst als Freundin von Bidens verstorbenen Sohn Beau bezeichnete und nun während der TV-Debatte dessen Vater verbal angriff, um damit während der Vorwahlen zu punkten.

Michael Larosa, Sprecher von Jill Biden, wird von der amerikanischen Zeitung "Politico", auf diese Aussagen angesprochen, wie folgt zitiert: "Viele Bücher werden über den Wahlkampf 2020 geschrieben werden, mit unzähligen Nacherzählungen der Ereignisse - manche akkurat, manche ungenau."

Letztendlich konnte Kamala Harris aus ihrer damaligen Verbalattacke kein Kapital schlagen und zog sich als Präsidentschaftskandidatin zurück. Kurz darauf unterstützte sie Joe Biden, der sie im weiteren Verlauf des Wahlkampfs als seine Vize-Präsidentin nominierte.

Der Rest ist Geschichte - die Demokraten gewannen die US-Wahl und am 20. Januar 2021 wurde Joe Biden als Präsident und Kamala Harris, als erste Frau der US-Geschichte, zur Vizepräsidentin vereidigt.

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