Jugend, Familie, Reisen: Konrad Adenauer – sein Leben als Ehemann und Vater

Adenauer war nicht nur Politiker, sondern auch Familienmensch.

Als drittes von insgesamt fünf Kindern des Sekretärs Johann Konrad Adenauer und dessen Frau Helena, geborene Scharfenberg, kommt Conrad Hermann Joseph Adenauer am 5. Januar 1876 in Rhöndorf in Bad Honnef zur Welt.

Mit sechs Jahren wird er in die Knabenschule an Sankt Aposteln in Köln eingeschult und wechselt 1885 schließlich auf das Königliche Katholische Gymnasium an der Apostelnkirche, wo er neun Jahre später das Abitur macht. Er ist ein guter Schüler – aber kein überragender.

Er studiert zwischen 1894 bis 1897 an den Universitäten von Freiburg im Breisgau, München und Bonn Rechts- und Staatswissenschaft, schließt seine Staatsexamen mit „gut“ und einmal „ausreichend“ ab. Adenauer hat verschiedene Jobs als Vertretung beim Amtsgericht und im Büro des Kölner Justizrats, arbeitet als Hilfsrichter beim Landgericht Köln. 1904 heiratet er seine erste Frau Emma Weyer.

Glücksmomente und Schicksalsschläge

Seine Politik-Karriere beginnt am 7. März 1906, als er zum Beigeordneten der Stadt Köln gewählt wird. Im September des gleichen Jahres wird sein Sohn Konrad geboren. Am 22. Juli 1909 rückt eine Oberbürgermeisterschaft in greifbare Nähe: Adenauer wird zum ersten Stellvertreter des amtierenden Oberbürgermeisters gewählt.

Auf den Tag genau – den 21. September 1910 – vier Jahre nach der Geburt des ersten Sohnes, erblickt auch der zweite Sohn Adenauers, Max, das Licht der Welt. Zwei Jahre später bekommt die Familie Tochter Maria dazu. Einen Tag vor dem vierten Geburtstag der kleinen Maria verstirbt seine Ehefrau Emma nach einer Pilzvergiftung im Alter von 36 Jahren.

Am 18. September 1917 wird Adenauer dann zum Kölner Oberbürgermeister gewählt. Er behält diesen Posten bis 1933. Im Jahr 1919 heiratet Adenauer wieder. Seine zweite Frau, Auguste Zinsser, genannt Gussie, bekommt im Juni 1920 einen Sohn, der vier Tage nach der Geburt stirbt. Adenauer und Gussie bekommen noch vier weitere Kinder, Charlotte, Paul, Elisabeth und Georg. Gussie stirbt im Jahr 1948.

Urlaub am Comer See – Adenauer entdeckt die Leidenschaft zum Boccia-Spielen

In seinen letzten zehn Lebensjahren verbringt Adenauer seinen Urlaub am liebsten im italienischen Dorf Cadenabbia am Comer See. Dort lernt er das Boccia-Spiel kennen. Die italienische Version des Boules begeistert Adenauer so sehr, dass dieser sich in seinem Privathaus in Rhöndorf eine Bahn bauen lässt.

Mindestens zweimal jährlich kommt er hierher, um Urlaub zu machen, aber auch, um Gäste aus dem In- und Ausland zu treffen. Sein Domizil „La Collina“ am Westufer des Comer Sees wird so zu einer Art „zweites Kanzleramt“.

Mehr Infos und Reportagen, Anekdoten und Videos zu Kölns früherem Oberbürgermeister und ersten Bundeskanzler finden Sie in den nächsten zwei Wochen in unserer Serie anlässlich des 50. Todestags von Konrad Adenauer....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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