Jugendliche in Australien töten in Gewaltexzess einen pakistanischen Tankwart

Vize-Polizeichefin Burn schließt Terrorakt nicht aus

Ein Gewaltexzess zweier Jugendlicher schockiert die Australier. Die beiden 15 und 16 Jahre alten Jungen erstachen am Donnerstagabend einen 29-jährigen Tankwart aus Pakistan und griffen mehrere weitere Menschen an. Die Polizei schloss am Freitag einen terroristischen Hintergrund nicht aus. Die beiden mutmaßlichen Täter wurden nach einer Verfolgungsjagd gestellt.

Einem Bericht des "Daily Telegraph" zufolge wurde die Leiche des 29-Jährigen am Donnerstag mit mehreren Stichwunden in seiner Tankstelle in Queanbeyan, einer an Canberra angrenzenden Kleinstadt, entdeckt. Auf ein Fenster sollen die Täter mit dem Blut ihres Opfers die Buchstaben "IS", die Abkürzung für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat, geschrieben haben.

Anschließend sollen die beiden Jugendlichen auf einen weiteren Mann eingestochen, ein drittes Opfer mit einem Reifenheber und ein viertes mit einer Bierflasche geschlagen haben.

Vize-Polizeichefin Catherine Burn sprach von "Sachhinweisen", die auf einen "Terrorakt" schließen ließen. Nach ihren Angaben waren die beiden Jugendlichen der Polizei bereits wegen anderer Vergehen bekannt, die jedoch mit Terrorismus nichts zu tun hatten. Laut dem "Sydney Morning Herald" befürchtete die Mutter eines der Jungen, dass er sich in den vergangenen Wochen radikalisiert hatte.

Der australische Premierminister Malcolm Turnbull zeigte sich "erschüttert" von der Tat. Er äußerte sich besorgt über die zunehmende Radikalisierung junger Menschen. Im vergangenen Jahr hatte das Parlament das Alter von Jugendlichen, die als mutmaßliche "Gefährder" unter polizeiliche Kontrolle gestellt werden können, von 16 auf 14 gesenkt.

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