Justiz: Schulangreifer von Grasse wollte zahlreiche Mitschüler töten

Der Jugendliche, der am Donnerstag an seinem Gymnasium im südfranzösischen Grasse um sich schoss, wollte nach Justizangaben acht bis 14 Mitschüler töten. Der 16-Jährige habe gegen diese Mitschüler einen starken "Groll" verspürt, sagte Staatsanwältin Fabienne Atzori

Der Jugendliche, der am Donnerstag an seinem Gymnasium im südfranzösischen Grasse um sich schoss, wollte nach Justizangaben acht bis 14 Mitschüler töten. Der 16-Jährige habe gegen diese Mitschüler einen so starken "Groll" verspürt, dass er sie habe töten wollen, sagte Staatsanwältin Fabienne Atzori am Samstag in Grasse. Gegen den Schüler und einen 17-jährigen Komplizen wurde Untersuchungshaft verhängt.

Der Schulleiter und die vier Schüler, die der 16-Jährige tatsächlich mit seinen Schusswaffen verletzte, hätten aber nicht zu den Menschen gehört, gegen die er seinen Groll gehegt habe, sagte die Staatsanwältin.

Der Jugendliche hatte am Donnerstag in seinem Gymnasium in Grasse das Feuer eröffnet. Er verletzte fünf Menschen, mehrere weitere verletzten sich, als sie in Panik flohen. Die Behörden hatten zunächst einen Anschlag befürchtet, schlossen dann aber schnell eine terroristisch motivierte Tat aus.

Der 16-Jährige wurde am Samstag einem Untersuchungsrichter vorgeführt. Wegen mehrfach versuchten Mordes wurde U-Haft gegen ihn verhängt. Auch sein 17-jähriger Freund, der dem Richter als mutmaßlicher Komplize vorgeführt wurde, muss in U-Haft. Über seine genaue Rolle ist bislang nichts bekannt. Er verweigert die Aussage.

Allerdings hatten sich seine Eltern an die Behörden gewandt, weil ihr Sohn einem inhaftierten Schul-Attentäter aus dem US-Bundesstaat Ohio geschrieben hatte. Der zwischenzeitlich ebenfalls festgenommene Zwillingsbruder des 17-Jährigen wurde mittlerweile wieder freigelassen.

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