Juwelier überfallen: Justizbeamter vor Gericht - alles nur für ein Hochzeitsgeschenk?

Ein Prozess, der Fragen aufwirft: Ende Februar soll Justizvollzugsbeamter Dennis M. (37) das Schmuckgeschäft „Luxini Hamburg“ in Eppendorf überfallen, die Verkäuferin mit Pfefferspray attackiert und vier Luxusuhren erbeutet haben. Jetzt musste sich der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht verantworten. Das Motiv bleibt unklar: Der Verteidiger spricht von Blackout, Kurzschlussreaktion und Spontanhandlung.

Die Richterin betritt den Gerichtssaal, Dennis M. steht ihr gegenüber, hat die Hände in den Hosentaschen. Er trägt zerrissene Jeans, graues Shirt und eine dunkelgrüne Lederjacke, verzieht keine Miene. Staatsanwältin Mönke verliest die Anklage. M. steht für zwei Straftaten vor Gericht: Juwelier-Raub und unerlaubter Besitz eines Wurfstern und Bundeswehrmunition. "Ich stehe zu dem, was ich leider gemacht habe", gesteht Dennis M. Was passiert ist, kann er sich aber nicht erklären - an die Tat selbst erinnere er sich nicht.

Nach Juwelier-Überfall: Justizbeamter vor Gericht

Einen Monat nach dem Überfall nahm die Polizei den 37-Jährigen in seiner Wohnung fest und sicherte das Diebesgut. Kollegen der JVA Billwerder hatten den Beamten bei der Öffentlichkeitsfahndung erkannt. Seit der Festnahme sitzt der mutmaßliche Täter in U-Haft im Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis – wo er selbst zuvor tätig war.

Verteidiger: "Eine Erklärung gibt es nicht"...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo