Käthe Kollwitz soll weichen: Standortstreit: Wohin soll das Exilmuseum?

Eine Initiativgruppe möchte mit dem Exilmuseum an die Fasanenstraße ziehen. Die Empörung ist groß.

Die Idee, in Berlin ein Exilmuseum zu in­stallieren, ist nicht neu. Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller spricht bereits seit vier Jahren von dem Vorhaben, ein solches Haus aufzubauen. Ein Haus, das das Leben der vor NS-Diktatur und Nazi-Regime Geflohenen abbildet. Die Diskussion um das Exilmuseum hat nun neue Fahrt aufgenommen. Der Verein "Gegen Vergessen – Für Demokratie" hat Anfang dieser Woche einen Appell an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) veröffentlicht. Darin schrieb der Vereinsvorsitzende Bernd Faulenbach: "Der Aufbau eines derartigen Museums ist von nationaler Bedeutung." Die Unterstützung einer solchen Einrichtung sei Aufgabe der öffentlichen Hand. Was sich bei Faulenbach noch sehr vage anhört, wird abseits der Öffentlichkeit bereits konkret diskutiert – zumindest der Standort des Exilmuseums.

Ein schlüssiges Konzept steht noch aus

Denn auch wenn sich eigentlich alle einig sind, dass so ein Ort wichtig ist, auch dass Berlin ihn braucht, ist man sich uneinig darüber, wo das Museum entstehen soll. Dass die Planung darum allerdings schon weiter ist als bisher angenommen, das wird erst jetzt klar. Bevor ein Konzept für das Museum vorgelegt, bevor überhaupt entschieden ist, was man dort sehen kann, hat sich ein Konflikt um die Standortfrage entzündet: Eine Initiativgruppe, die sich um Herta Müller eingefunden hat, möchte mit dem Exilmuseum in die Räume des Käthe-Kollwitz-Museums an der Fasanenstraße in Charlottenburg einziehen.

Vermieter der Immobilie ist d...

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