Köln-Niehl: Umstrittener Kreisverkehr am Niehler Damm wird noch teurer

Das Bauwerk soll eine Ampel ersetzen – und wird nun 975 000 Euro kosten.

Es gab nicht wenige Bürger in Alt-Niehl, für die der neue Kreisverkehr an der Einmündung Sebastianstraße/Niehler Damm, auch geschenkt zu teuer gewesen wäre.

Das Bauprojekt war im Ort hoch umstritten – denn von Anfang an führten die Gegner des neuen Kreisels in der Diskussion die Angst vor Temposündern mit, die zukünftig über den recht großzügig dimensionierten Kreisel brettern und Fußgänger gefährden könnten.

Nun wird das Bauwerk, das eine Ampelanlage an gleicher Stelle ersetzte, jedoch noch teurer als gedacht: Statt 710 000 Euro wird er voraussichtlich rund 975 000 Euro kosten. Das teilte das Amt für Straßen und Verkehrstechnik den politischen Gremien mit. Sowohl die Bezirksvertretung Nippes, der Verkehrs- und Finanzausschuss als auch der Rat genehmigten die Kosten-Erhöhung einstimmig.

Unerwartete Hindernisse treiben Kosten in die Höhe

Hauptgrund für die Kostensteigerung, die die Baufirma geltend machte, waren einige unangenehme Überraschungen im Untergrund der Baustelle. So bestand der Verdacht, dass unterhalb der benachbarten Grünfläche – die für den neuen Kreisel teilweise abgetragen wurde – eine Weltkriegsbombe liegen könnte.

Deshalb und weil nicht ganz klar war, wie Leitungen in dem Bereich verliefen, mussten die Boden-Erkundungen abgebrochen werden; auf Anordnung des Kampfmittelräumdienstes musste die Firma das Areal lageweise und besonders vorsichtig frei legen.

Insgesamt ergaben sich Mehrkosten von 171 000 Euro. Weiteres Ungemach wartete unterhalb der Sebastianstraße selbst: „Trotz zuvor punktuell durchgeführter Baugrund-Untersuchungen wurden im Zuge der Ausführung der Straßenbauarbeiten in der Sebastianstraße in der Fahrbahn alte Gleisschienen, im Gehweg Schlackenschotter vorgefunden“, erläutert die Verwaltung. Die Beseitigung der Hindernisse schlug mit 68 000 Euro zu Buche.

Nicht verzeichnete Versorgungsleitungen

Außerdem wurde die Planung des Bus-Kaps kurz hinter dem Kreisel rund 49 000 Euro teurer als gedacht; bei der im Zuge des Kreiselbaus zugleich mit erledigten Sanierung von Leitungen musste man von der offenen zur geschlossenen Bauweise wechseln, da bei den Arbeiten mehrere nicht in den Plänen eingezeichnete Versorgungsleitungen auftauchten. Hier ergab sich ein Mehraufwand von 28 000 Euro.

Den Gesamtkosten von 316 000 Euro steht eine Ersparnis von 51 000 Euro gegenüber, da die Ausschreibung der Arbeiten ein günstigeres Angebot ergab als zunächst kalkuliert.

Der Hauptteil des Geldes wird aus Haushaltsmitteln für 2017 bestritten, die eigentlich für die Umgestaltung des Ebertplatzes eingeplant waren. Doch das dortige Projekt hatte sich verzögert; deshalb wanderten Mittel nun nach Niehl....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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