Kölner Erzbischof: Kardinal Woelki gegen Obergrenze bei Flüchtlingsaufnahme

Nächstenliebe bedeutet nach Ansicht des Bischofs auch Chancengleichheit.

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki hat sich erneut gegen eine Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen.

„Manche fordern Obergrenzen für Flüchtlinge, weil diese angeblich unsere christliche Kultur und unseren Wohlstand gefährden“, sagte er am Sonntag im „Wort des Bischofs“ auf domradio.de. Die christliche Botschaft kenne dagegen nur eine Obergrenze: „Du sollst Deinen Nächsten lieben, wie dich selbst! Nicht mehr lieben - aber auch nicht weniger.“

Viel Luft nach Oben

Nächstenliebe bedeutet nach Ansicht des Bischofs auch Chancengleichheit. „Wenn ich hier in Freiheit und Sicherheit lebe, dann muss ich diesen Wunsch nach Freiheit und Sicherheit auch für die Menschen ermöglichen, die bei uns Schutz suchen“, betonte er. Wer ein Dach über dem Kopf und genügend zu essen habe, wer seinen Kinder Bildung ermöglichen könne, der müsse sich dafür einsetzen, dass das auch für Flüchtlinge gilt.

Woelki wandte ein, dass er beim Gebot der Nächstenliebe viel zu oft unter seinen Möglichkeiten bleibe. „Aber einfach zu sagen, das schaffe ich nicht, geht gar nicht“, sagte er. Bei der „Obergrenze Nächstenliebe“ habe Deutschland „noch viel Luft nach oben“. (epd)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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