Kölner Karnevals-Session: Kasalla haben beim „Loss mer singe”-Auftakt die Nase vorn

Die Singparty „Loss mer singe“ startete erstmals bei „Osters Rudi” in Nippes.

Das graue Absperrgitter auf der nassen, menschenleeren Straße lässt ahnen: Zu viele Menschen für den schmalen Bürgersteig werden sich an diesem Abend hier tummeln, bevorzugt in blauem T-Shirt und mit Narrenkappe. Loss mer singe lädt zum Auftakt seiner Kneipentour in die Kneipe „Osters Rudi“ an der Hartwichstraße in Nippes. Erstmals findet die erste Party der Session nicht im mittlerweile geschlossenen Lapidarium am Eigelstein statt.

Bei Betreten des hell gefliesten Eingangsbereichs schallen am frühen Abend noch vertraute Klassiker aus den Boxen. Erst einmal warm singen. Jana Skohl ist extra mit drei Freundinnen aus Hürth angereist, um den musikalischen Kneipen-Karnevals-Auftakt mitzuerleben. „Ich war ein paar Jahre nicht dabei“, sagt die junge Mutter. „Aber eigentlich ist Loss mer singe für mich der perfekte Start in die Karnevalszeit.“ Seit 19 Jahren wählt das Team um Georg Hinz 20 vielsprechende Hits aus und testet sie mit Textzetteln und einem engagierten Publikum auf Schunkel- und Mitsing-Tauglichkeit. 

„Wir hatten dieses Jahr über 400 Lieder in der Auswahl“, erzählt Doris Strack, Vorstandsmitglied des Vereins. „Die enorme musikalische Bandbreite ist Wahnsinn. Es fällt uns jedes Jahr schwerer, Lieder auszuwählen.“ Die Vielfalt der Musikmachenden bildet die Auswahl ab: Urgesteine wie Bläck Fööss und Brings stehen neben erfolgreich Etablierten wie Kasalla und Querbeat und Newcomern wie Stadtrand und Planschemalöör. Letztere landen als neue Formation den Überraschungstreffer: Die rund 300 Kneipengäste wählen sie mit „Heimat“ auf Platz drei. „Wobei die Zuhörer am ersten Abend meist fachkundig sind“, sagt Strack. Newcomer haben hier bessere Chancen als bei der breiten Masse, offenbar erst recht, wenn sie sich einem klassischen Thema des Kölners annehmen: „Dat es ming Heimat, ejal wo’t och passeet“.

Kölsche Prominenz im Publikum

Zum Auftakt sind Vereinsfreunde und Bekannte aus der Kölner Musikszene da. Basti Kampmann und Flo Peil von Kasalla werden gesichtet, auch Hanz Thodam von den Bläck Fööss schaut sich das bunte Treiben an. Der Gewinner ist dann doch recht klassisch: Kasalla mit „Der Ress vun dingem Levve“ wird mit Abstand auf den ersten Platz gewählt, dahinter landen Brings mit „Wunder“.

Auch vorne mit dabei: Stadtrand („Orjenal“) – kundigen Loss-mer-Singern als Gewinner des Castings im Bürgerhaus Stollwerck bekannt –, Paveier („Nie mehr Alkohol“) und Querbeat („Romeo“). Noch ist nichts entschieden: An mehr als 40 Orten wird noch gesungen, geschunkelt und abgestimmt. Das große Finale  ist dann am 23. Februar in der Live Music Hall....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta