Königin Elizabeth II. erinnert in Weihnachtsansprache an ihren verstorbenen Mann

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Die Monarchin verbringt ihr erstes Weihnachten ohne Prinz Philip auf Schloss Windsor (AFP/Victoria Jones)

Mit einer ungewöhnlich emotionalen und persönlichen Botschaft hat sich Königin Elizabeth II. am Weihnachtstag an die Briten gewandt. Die 95-jährige Monarchin zollte in ihrer traditionellen Ansprache ihrem im April verstorbenen Ehemann Prinz Philip Tribut. "Weihnachten kann für diejenigen, die einen geliebten Menschen verloren haben, schwer sein", sagte sie in der am Samstag ausgestrahlten Rede. "Dieses Jahr verstehe ich besonders gut, warum." Überschattet wurden die Feierlichkeiten auf Schloss Windsor von einem bewaffneten Eindringling.

Mit liebevollen Worten erinnerte sich die Königin an den im Alter von 99 Jahren gestorbenen Herzog von Edinburgh und sagte, dass sein "Sinn fürs Dienen, seine intellektuelle Neugier und seine Fähigkeit, aus jeder Situation Spaß herauszuquetschen, unbändig waren". Sie fügte hinzu: "Dieses schelmische, neugierige Augenzwinkern" sei auch am Ende noch genauso so hell gewesen wie am ersten Tag ihrer Begegnung.

Am roten Kleid der Königin prangte eine Brosche, die sie auch in ihren Flitterwochen vor mehr als 70 Jahren getragen hatte. Auf dem Tisch neben ihr, wo in anderen Jahren mehrere Fotos von Familienmitgliedern zu sehen waren, stand nur ein einziges Bild: Eine Aufnahme mit Prinz Philip, die 2007 anlässlich des 60. Hochzeitstages des Paares gemacht worden war. An diesem Weihnachten werde "ein vertrautes Lachen fehlen", sagte Elizabeth.

Die Queen dankte in ihrer Ansprache auch Thronfolger Prinz Charles und dessen ältestem Sohn William, die mit ihrem Engagement für die Umwelt in die Fußstapfen von Prinz Philip getreten seien. Darauf sei sie "überaus stolz", sagte sie und fügte hinzu, die beiden würden "bewundernswert" unterstützt von ihren Frauen Camilla und Catherine.

Zudem zeigte sich die Königin erfreut über die Geburt von vier Urenkeln in diesem Jahr - darunter auch die Tochter ihres mittlerweile in den USA lebenden Enkels Harry, den sie aber nicht namentlich erwähnte. Nach seiner Heirat mit der US-Schauspielerin Meghan Markle war es zum Bruch mit der königlichen Familie gekommen.

Queen Elizabeth verbrachte in diesem Jahr ihr erstes Weihnachten ohne Philip auf Schloss Windsor, wo sie sich die meiste Zeit während der Corona-Pandemie aufhielt. Ihren üblichen Weihnachtsbesuch mit Festessen mit der Familie auf ihrem Landsitz Sandringham in Ostengland hatte sie abgesagt. Aufgrund der Pandemie könne das Fest erneut nicht so stattfinden, "wie wir es uns gewünscht hätten", räumte sie ein.

Überschattet wurde das Weihnachtsfest der Königin von einem bewaffneten Eindringling, der am Samstag auf das Gelände von Schloss Windsor vorgedrungen war. Wie örtliche Medien berichteten, nahm die Polizei einen 19-jährigen Mann fest, der eine Armbrust bei sich hatte.

Einem Bericht der "Mail on Sunday" zufolge war der Eindringling mithilfe einer Strickleiter auf das Gelände gelangt. Laut Angaben der Polizei wurde die königliche Familie über den Vorfall informiert. Dem Mann sei es nicht gelungen, eines der Gebäude zu betreten.

gap/mkü

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