Jérôme Boateng wegen Körperverletzung zu Geldstrafe in Millionenhöhe verurteilt

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Boateng (rechts) mit Anwalt in München (AFP/Christof STACHE)

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng ist wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Beleidigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 1,8 Millionen Euro verurteilt worden. Das Münchner Amtsgericht verhängte am Donnerstag eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen in Höhe von je 30.000 Euro gegen den früheren Fußballweltmeister. Der langjährige Star von Bayern München wurde schuldig gesprochen, seine ehemalige Lebensgefährtin und Mutter seiner Zwillingstöchter während eines Karibikurlaubs vor drei Jahren verletzt zu haben.

Boateng hatte vor Gericht den Vorwurf der Staatsanwaltschaft bestritten. Er sei nicht gewalttätig geworden und habe seine damalige Partnerin nicht attackiert, sagte Boateng. Er räumte allerdings ein, dass es bei einem Kartenspiel zum Streit gekommen sei.

Hingegen erneuerte seine frühere Lebensgefährtin den Vorwurf, der Fußballprofi habe sie tätlich angegriffen. Sie nannte ihre Beziehung zu Boateng "toxisch".

Das Amtsgericht setzte für das Verfahren nur einen Verhandlungstag an. Boateng spielte lange beim FC Bayern München. Mittlerweile wechselte der Verteidiger nach Frankreich zu Olympique Lyon. Für den Prozess reiste er nach München.

gap/lan

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