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Künftig keine Extrakosten bei Sofort-Überweisungen in Euro

Sofort-Überweisungen sollen im Euroraum künftig nicht mehr extra kosten. Darauf einigten sich die EU-Staaten und das Europaparlament grundsätzlich in Brüssel, wie der Rat als Vertretung der Mitgliedsländer am Dienstagabend mitteilte. (John MACDOUGALL)
Sofort-Überweisungen sollen im Euroraum künftig nicht mehr extra kosten. Darauf einigten sich die EU-Staaten und das Europaparlament grundsätzlich in Brüssel, wie der Rat als Vertretung der Mitgliedsländer am Dienstagabend mitteilte. (John MACDOUGALL)

Sofort-Überweisungen sollen im Euroraum künftig nicht mehr extra kosten. Darauf einigten sich die EU-Staaten und das Europaparlament grundsätzlich in Brüssel, wie der Rat als Vertretung der Mitgliedsländer am Dienstagabend mitteilte. Bisher verlangen viele Banken von ihren Kunden Gebühren für solche Überweisungen, die nur zehn Sekunden dauern. Dafür können je nach Institut teils mehrere Euro fällig werden.

Bisher sind Euro-Überweisungen im europäischen Zahlungsraum in der Regel kostenlos. Dies soll künftig auch für Echtzeit-Überweisungen gelten. Zudem sollen die Institute in Zukunft sicherstellen, dass die Internationale Bankkonto-Nummer (IBAN) und der Name des Auftraggebers übereinstimmen, um Fehler oder Betrug zu verhindern.

Nach Angaben der EU-Kommission machten Sofort-Überweisungen zuletzt nur elf Prozent aller in der EU getätigten Überweisungen in Euro aus. Mit herkömmlichen Überweisungen geschickte Summen sind normalerweise nach einem Tag auf dem Konto des Empfängers. Durch Wochenende oder Feiertage können sie aber mehr als 72 Stunden dauern.

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber begrüßte die Einigung auf den Gesetzentwurf. "Es ist im 21. Jahrhundert schlichtweg nicht mehr zeitgemäß, wenn wir die Zahlungsabwicklung in Tagen und Stunden messen müssen - künftig reden wir über Sekunden." Das Europaparlament und die Mitgliedsländer müssen die Verordnung noch formell beschließen.

lob/pe